Die Blaubeerzeit

Das Lob der Heidelbeere wurde schon zu allen Zeiten gesungen. Sie bereicherte den Tisch in vergangenen Jahrhunderten, kam in Märchen und Liedern vor. Prachtvoll wirken die verschiedenen blauen Farben in Desserts und Kuchen. Heute werden Blaubeeren nicht nur für ihren Geschmack geliebt, sondern vor allem auch wegen ihrer gesundheitlichen Vorzüge. Sie stärken das Immunsystem und sollen sogar den Geist anregen.

Sommerzeit – Blaubeerzeit

Sie blitzen in tiefem Dunkelblau mit leicht verschattetem Grau unter kleinen grünen Blättern hervor. Nicht immer sind sie leicht zu finden, doch oft gibt es ganze Waldheidelbeerplätze, an denen man sein Körbchen füllen kann. Wie beim Pilze sammeln wird schon das Pflücken zum Erlebnis und gehört für viele zum Sommer dazu. Wer der Mühsal entgehen will, kann auf Kulturheidelbeeren setzen. Die dickfleischigen Züchtungen unterscheiden sich in Größe und Geschmack von ihren Geschwistern im Wald, sind jedoch nicht minder beliebt.

In der Lüneburger Heide befinden sich Deutschlands größte Anbaugebiete. Ganze Landwirtschaftsbetriebe haben sich der Bickbeere verschrieben und laden zum Pflücken, Kosten und Kaufen ein.

Mit den blauen Beeren wird es Sommer in der Küche. Pur genossen, als einfaches Dessert mit Milch, zum Eis oder in köstlichen Torten ist die Blaubeere ein Gedicht. Ganze Romane wurden ihr gewidmet, um den Geschmack von Blaubeermuffins literarisch zu preisen oder das Glück der Kindheit festzuhalten. Auch beim Catering sind die süß-herben Früchte weit mehr als eine saisonale Ergänzung!

Im Wald und auf der Heide

Blau soweit das Auge schaut: Niedersachsen zwischen Juni und August. Schon bei diesem Anblick läuft manchem das Wasser im Munde zusammen, wenn er sich die kulinarischen Köstlichkeiten ausmalt, die sich mit frischen Heidelbeeren kreieren lassen. Während die Waldheidelbeere durch und durch blau-lila gefärbt ist, sodass man nach dem Genuss sorgsam Mund und Hände reinigen muss, damit einem die Freude am Essen nicht zu direkt ins Gesicht geschrieben steht, weist die Kulturheidelbeere nur äußerlich die tiefblaue Färbung auf. Ihr Fruchtfleisch selbst ist hell, doch nicht weniger aromatisch.

Viele genießen deshalb einfach pur. Veganer, Vegetarier und selbst süßigkeitsversessene Kinder sind sich bei der Blaubeere verblüffend schnell einig: Sie schmeckt selbst roh fantastisch!

Beliebt ist Blaubeereis, ein Traum wird die Frucht mit einem Hauch Joghurt, doch köstlich und erfrischend überraschend präsentieren sich die blauen Beeren im Salat mit gebackenem Schafs- oder Ziegenkäse.

Das Glück in den Beeren finden

Beerenobst ist das reinste Vergnügen. Schon allein der Anblick entzückt. In der Spätrenaissance war Giuseppe Arcimboldo so verliebt in den Zauber der Natur, dass er ganze Gemälde aus Früchten und Blüten komponierte. Der Romantiker Levi Wells Prentice fing den Sommer in berauschenden Beerenporträts ein. Bei den Briten schmücken sie Kissenbezüge, Decken und Teetassen. Die Früchte verzaubern durch ihre Farben und Formen bis heute. In allen Varianten begeistern sie den Gaumen. Wer liebt nicht die herrlich einfachen Biskuitrollen mit Beerenfüllung, schätzt kleine Torteletts mit Heidelbeeren oder vergisst sich bei Hefeklößen mit Blaubeeren als Sauce?

Wer daran denkt, spürt reines Glück und wer sie schmeckt, erlebt es auch. Selbst Choleriker werden ganz sanft, das hat sogar biologische Gründe: Blaubeeren senken nachweislich den Blutdruck. So wird Essen mit Beeren zum Stresskiller und Stimmungsaufheller. Das kann beim Catering für Film, Event und Party nützlich sein, sorgt aber auch im familiären Rahmen für Entspannung.

Die blaue Stunde: Ein Hoch auf den Genuss!

Üppige Rundungen versprechen barocke Genüsse ohne Reue, denn die Heidelbeeren sind trotz ihrer Süße kalorienarm. Aus regionalem Anbau behalten sie, frisch vom Feld auf den Tisch gebracht, sämtliche Vitamine. Schockgefrostet hält sich das Beerenobst auch außerhalb der Saison, doch wer den Sommer feiern möchte, wird bei seinem Partyservice nicht auf Heidelbeeren verzichten wollen. In Niedersachsen, wo man in der Spargelzeit vom weißen Gold spricht, spricht man in der Blaubeerzeit sogar vom Blauen Gold!

Damit wird die Bandbreite von urigen, naturverbundenen Speisen bis zu feinsten artifiziellen Genüssen gut erfasst. Die aromatische Frucht ist für Altbewährtes gut und eignet sich auch für Experimente. Traditionell wird die Blaubeere den süßen Speisen zugeordnet, doch wer einmal ein Dressing mit Heidelbeeren zum Salat probiert hat, wird sie auch im herzhaften Bereich nicht mehr missen wollen.

Selbst geistreich lebt die Frucht auf! Als Heidelbeerlikör finden sich die Beeren schon lange unter den Spirituosen, mit Heidelbeerbier entdecken Hipster ihren Favoriten, für alle anderen ist Heidelbeerlimonade eine feinsinnige Erfrischung an heißen Sommertagen.

Mit Heidelbeeren lässt sich Genussgeschichte schreiben. In der Blaubeerzeit werden Kindheitserinnerungen lebendig und für manchen auch die Zeit der ersten Liebe, wenn beim Gartenfest Fats Domino unter den Lampions erklingt und sanft beschwörend singt: I found my thrill On Blueberry Hill … Darauf ein Blaubeertörtchen!