Stadtteil-Catering Hannover

Hannover ist die Landeshauptstadt von Niedersachsen und in 13 Stadtbezirke aufgeteilt. In jedem dieser Stadtbezirke liegen verschiedene Stadtteile. AllerBest Catering Hannover bietet auch in jedem Stadtteil Catering an. Nachfolgend erfahren Sie spannende und informative Informationen zu den einzelnen Stadtbezirken und -teilen.

 

1. Stadtbezirk Mitte

In diesem Stadtbezirk liegen die Stadtteile Calenberger Neustadt, Mitte, Oststadt und Zoo. Er liegt zentral in Hannover und umfasst das gesamte Innenstadt-Gebiet sowie den Maschpark. Insgesamt leben hier 36.808 Einwohnerinnen und Einwohner [Stand 31.12.2019].

Hannover wurde 1241 das erste Mal urkundlich erwähnt. Im 14. Jahrhundert stand um die Stadt eine Mauer. Zu dieser Zeit konnte man Hannover nur über drei Eingänge – drei Tore – betreten. Über das Steintor, das Aegidientor und das Leintor. Die drei gotischen Kirchen “Aegidienkirche”, “Marktkirche” und die “Kreuzkirche” stammen ebenfalls aus dem 14. Jahrhundert. Hundert Jahre später wurde das Rathaus, heute Altes Rathaus, neben der Marktkirche errichtet. Der Herzog Georg von Calenberg machte Hannover 1636 während des Dreißigjährigen Krieges zu seiner Residenz. Im 19. Jahrhundert wurde Hannover zum Königreich ernannt. Der führende Architekt war zu dieser Zeit Georg Ludwig Friedrich Laves. Er plante unter anderem den Waterlooplatz, den Hauptbahnhof, das Opernhaus sowie das Schloss Herrenhausen. Zwischen dem Hauptbahnhof und der Altstadt entstand ein neues Stadtzentrum, die Ernst-August-Stadt, mit verschiedenen Geschäften. 1871 und in den Folgejahren entstanden neue Stadtviertel und unzählige Industriebetriebe – Hannover erlebte zu dieser Zeit einen regelrechten Boom.

Durch den 2. Weltkrieg wurden etwa zwei Drittel aller Gebäude zerstört. Auch die historische Altstadt wurde beinahe komplett verwüstet.  Auf diesen Trümmern wurde allerdings eine moderne Stadt erbaut, die bis heute eine Großstadt ist.

Der Bezirksrat Mitte hat 19 stimmberechtigte Mitglieder und vertritt die Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtbezirks. Die SPD-Fraktion ist mit 6 Sitzen die stärkste Kraft in diesem Stadtbezirk. Danach folgen die CDU mit 5 Sitzen, die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit 4 Sitzen und die FDP mit 2 Sitzen. Die Einzelvertreterinnen und -vertreter der Parteien DIE LINKE und die PIRATEN haben jeweils einen Sitz. Die Bezirksbürgermeisterin ist Cornelia Kupsch von der CDU. Der stellvertretende Bezirksbürgermeister ist Wilfried Engelke (FDP). (Stand 11.2020)

Stadtteil Mitte

Der Stadtteil Mitte liegt mittig im Westen des Stadtbezirks und hat rund 10.600 Einwohnerinnen und Einwohner. Hier liegen die historische Altstadt mit der Marktkirche sowie die bedeutendsten Einkaufsstraßen Hannovers. Des Weiteren befinden sich der Kröpcke, das Opernhaus sowie das Schauspielhaus in Mitte. Die U-Bahn-Station Kröpcke bildet die wichtigste Station der Stadtbahn in Hannover. Auch das Alte Rathaus, das Seilwinderhaus sowie der Ballhof liegen in und um die Altstadt gelegen. Im Leineschloss ist heute der Niedersächsische Landtag ansässig.

Das Kreuzkirchenviertel wurde um die evangelisch-lutherische Kreuzkirche herum erbaut. 2008 wurde am Ernst-August-Platz das Einkaufszentrum “Ernst-August-Galerie” erbaut.

Seit über 40 Jahren findet in Mitte samstags der Flohmarkt am Hohen Ufer statt. Die altstadtnahe Markthalle bietet auf 4.000 Quadratmetern verschiedene Stände mit Lebensmitteln und gastronomischen Köstlichkeiten. Auf dem im Stadteil liegenden Klagesmarkt fand 1979 die bis heute größte Demonstration in Niedersachsen statt – eine Anti-Atom-Demonstration mit rund 100.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Hinter dem Hauptbahnhof liegen das Amtsgericht und das Landgericht Hannover, das Kino am Raschplatz, ein Cinemaxx sowie einige Discos und Bars. Hier liegt auch der Zentrale Omnibusbahnhof.

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Stadtteil Calenberger Neustadt

Die Calenberger Neustadt liegt im Osten des Stadtbezirks und hat etwa 7.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Sie entstand ab der Mitte des 17. Jahrhunderts und erweiterte die Stadt Hannover im Westen. Damit ist die Calenberger Neustadt der älteste Stadtteil Hannovers. Der Name des Stadtteils stammt vom Calenberger Land. So wurde die damals historische Landschaft um die Städte Hannover, Neustadt am Rübenberge und Hameln bezeichnet.

Hier liegt die barocke Neustädter Hof- und Stadtkirche samt Neustädter Friedhof. In dieser Kirche liegt das Grab von Gottfried Wilhelm Leibniz, einem Universalgelehrten vom welfischen Hof, der im Jahre 1716 verstarb. Leibniz war einer der wichtigsten Philosophen des 17. bzw. 18. Jahrhunderts und gilt als bedeutendster Vordenker der Aufklärung. Des Weiteren stehen in diesem Stadtteil die katholische Basilika St. Clemens sowie die Reformierte Kirche. Außerdem findet man hier ein Mahnmal für die im 2. Weltkrieg zerstörte Neue Synagoge. Darüber hinaus liegen hier der Hauptsitz des Niedersächsischen Landesarchivs sowie das Sozialgericht Hannover. Darüber hinaus haben hier das Landeskirchenamt Hannover, das “Haus kirchlicher Dienste” der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers sowie das Forschungsinstitut für Philosophie Hannover ihren Sitz.

Die Calenberger Neustadt ist von der Leine und der Ihme umgeben und ist damit die größte hannoversche Leineinsel. Der Neustädter Markt lädt mit dem Neustädter-Markt-Brunnen zum Verweilen ein.

Früher bestand die Calenberger Neustadt aus den drei Ortschaften “Ohe”, “Glocksee” und “Königsworth”. Die Ortschaft Ohe erstreckte sich von der Ihmebrücke Richtung Süden bis zum heutigen Standort der HDI-Arena. Auch der Schützenplatz Hannover, der Sportpark sowie die Swiss Life Hall, das Stadionbad und der Olympiastützpunkt Niedersachsen lagen in dieser Ortschaft und damit heutzutage in der Calenberger Neustadt. Darüber hinaus liegen hier fünf Berufsbildende Schulen. Die Ortschaft Glocksee lag damals zwischen der Stadtbefestigung Hannovers und der Ihme und reichte von der Ihmebrücke bis zur Leine. 1826 wurde hier ein Gaswerk der Imperial Continental Gas Association – heute Enercity vormals die Stadtwerke Hannover – erbaut und noch heute hat Enercity hier einen ihrer Verwaltungssitze. 1896 entstand hier der Betriebshof der Stadtbahn, der heutzutage als Hauptwerkstatt der Üstra dient. Die Ortschaft Königsworth wurde aus einer Ansammlung von Gartenhäusern gebildet und lag vor dem Clevertor – einem Stadttor, das als nördlicher Ausgang zur Calenberger Neustadt führte, – zwischen Leine und Brühlstraße. Der Königsworther Platz wurde nach dieser Ortschaft benannt. Das letzte Gartenhaus wurde in den 80er-Jahren abgerissen.

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Stadtteil Oststadt

Die Oststadt liegt mittig im Osten des Stadtbezirkes. Hier leben etwa 14.260 Einwohnerinnen und Einwohner. In diesem Stadtteil liegt die Lister Meile, eine beliebte Einkaufsstraße samt teilweiser Fußgängerzone, die sich vom Hauptbahnhof bis zum Stadtteil List erstreckt.

Des Weiteren liegt hier das Stadtteil-Kulturzentrum Pavillon, welches Veranstaltungsräume für Konzerte und Ausstellungen bietet und die Stadtteilbibliothek sowie ein Theater, verschiedene Räumlichkeiten für Workshops und Kurse der Volkshochschule und ein Restaurant beheimatet. Darüber hinaus liegen hier die Apostelkirche sowie die Dreifaltigkeitskirche – beide aus der Zeit der Neugotik. An der Eilenriede liegt die Villa Seligmann, die heute das Europäische Zentrum für jüdische Musik beherbergt. Der ehemalige Luftschutzbunker in der Friesenstraße wird heute von der Rockmusikstiftung betrieben – hier befinden sich Proberäume für verschiedene Musikgruppen.

Die Oststadt bestand bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts aus einzelnen Höfen, kleinen Gartenhäusern und willkürlich angelegten Straßen. Hiervon ist heutzutage nichts mehr zu sehen. Das älteste Wohnhaus steht an der Lärchenstraße 4 – es handelt sich dabei um ein klassizistisches Fachwerkhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert. Heute gibt es hier vereinzelt einige großzügige Einfamilienhäuser und Villen, an den Hauptstraßen stehen noch heute gepflegte Mehrfamilienhäuser mit Dekorationen aus der Zeit der Renaissance und des Klassizismus mit großzügigen Vorgärten.

Wichtige Hauptverkehrsstraßen sind die Hohenzollernstraße, die Bödekerstraße sowie die Wedekindstraße.

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Stadtteil Zoo

Der Stadtteil Zoo liegt im Osten des Stadtbezirks und hat etwa 5.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Hier liegen der Erlebniszoo Hannover, der dem Stadtteil auch seinen Namen gibt, sowie die Stadthalle und der Stadtpark. Im Norden des Stadtteils liegen die Eilenriede und das Freizeitheim Lister Turm mit dem wohl schönsten Biergarten Hannovers. Darüber hinaus steht hier das Hannover Congress Centrum.

Die Hochschule für Musik, Theater und Medien liegt ebenfalls im Zooviertel. Des Weiteren gibt es hier zwei Gymnasien, die neuromanische Kirche St. Elisabeth und das frühere Jüdische Krankenhaus Hannover.

Der Reichspräsident Paul von Hindenburg lebte einige Jahre im Zooviertel, weshalb dieses auch Hindenburgviertel genannt wird. Hindenburg wurde zum Ehrenbürger der Stadt Hannover ernannt und bekam eine Villa geschenkt. Die sogenannte Hindenburgvilla beherbergt heute die Fritz-Behrens-Stiftung.

Der Stadtteil Zoo ist eine sehr beliebte Wohngegend, die aufgrund der großzügigen Altbauhäuser überdurchschnittlich hohe Mieten hat. Der Ex Bundeskanzler Gerhard Schröder lebt ebenfalls in diesem Stadtteil.

2. Stadtbezirk Vahrenwald | List

In diesem Stadtbezirk liegen die Stadtteile Vahrenwald und List. Insgesamt wohnen hier etwa 71.100 Einwohnerinnen und Einwohner [Stand 31.12.2019]. Damit ist dieser Stadtbezirk von der Bevölkerungszahl her der größte Stadtbezirk in Hannover. Vahrenwald-List liegt mittig in Hannover. Beide Stadtteile sind traditionsreiche Industriestandorte.

Der Bezirksrat Vahrenwald-List hat 21 stimmberechtigte Mitglieder und vertritt die Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtbezirks. Die stärkste Kraft ist die SPD mit 7 Sitzen, danach folgen Bündnis 90/Die Grünen mit 5 Sitzen, die CDU mit 4 Sitzen und die AfD mit 2 Sitzen. Darüber hinaus haben Einzelvertreterinnen und -vertreter von DIE LINKE, FDP und PIRATEN jeweils einen Sitz. Die Bezirksbürgermeisterin ist Irma Walkling-Stehmann (SPD), die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin ist Monica Plate (Bündnis 90/Die Grünen). (Stand 11.2020)

Stadtteil Vahrenwald

Der Stadtteil Vahrenwald liegt im Westen des Stadtbezirks und hat rund 24.900 Einwohnerinnen und Einwohner. Vahrenwald wurde das erste Mal 1183 urkundlich erwähnt. 1689 wohnten in Vahrenwald lediglich 103 Bewohnerinnen und Bewohner. Um 1850 gab es 17 Höfe in Vahrenwald, nur zehn Jahre später standen bereits 80 Gebäude und die Einwohnerzahl war auf 308 gestiegen. 1876 wohnen etwa 1.000 Menschen in Vahrenwald. Hannover ließ zu dieser Zeit im Umland und damit auch in Vahrenwald viele Kasernen errichten. Heute sind davon noch vereinzelte Gebäude erhalten, beispielsweise die Königliche Reithalle, in der heute verschiedene Veranstaltungen stattfinden. Ebenfalls auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne stehen heute das Vahrenwalder Freizeitheim sowie das Vahrenwalder Bad welche von 1999 bis 2009 von einer Firmensparte der Firma Allerbest Catering Hannover bewirtet wurden. Der gesamte Bereich wird heute Vahrenwalder Park genannt. Noch heute gibt es hier eine Zweigstelle von Allerbest Catering Hannover. 1871 entstand in Vahrenwald ein neues Fabrikgelände der heutigen Continental AG. Die Eingemeindung nach Hannover erfolgte 1891. Im 2. Weltkrieg wurde Vahrenwald ziemlich stark beschädigt.

Die Wohnhäuser in Vahrenwald sind überwiegend mehrgeschossige Mehrfamilienhäuser mit bepflanzten Innenhöfen. In diesem Stadtteil gibt es darüber hinaus mehrere Schulen.

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Stadtteil List

Der Stadtteil List liegt im Osten des Stadtbezirks. Hier wohnen schätzungsweise 46.200 Einwohnerinnen und Einwohner, womit die List der bevölkerungsreichste Stadtteil in Hannover ist. Die List fand 1304 zum ersten Mal urkundliche Erwähnung. Zunächst bestand das Dorf List lediglich aus vier Höfen und nur wenigen Einwohnerinnen und Einwohnern. 1780 gab es bereits 26 Höfe. Mitte des 19. Jahrhunderts baute Hannover im Umland einige Kasernen und rückte auch mit dem Wohnungsbau immer weiter in Richtung des Dorfes. Einige Bauern und deren Familien verkauften ihre Grundstücke an die Stadt und erlangten dadurch Wohlstand. 1891 wurde List nach Hannover eingemeindet.

In der List haben sich im Übergang zum 20. Jahrhundert einige bedeutende Industriebetriebe angesiedelt, z.B. die Keksfabrik Bahlsen, die Schallplattenfabrik Deutsche Grammophon, das Schreibgerätewerk Pelikan und die Zigarettenfabrik Constantin (heute Reemtsma in Langenhagen). Zu dieser Zeit wurde der Wohnungsbau stark vorangetrieben, um die Arbeiter und ihre Familien unterzubringen. Für vier- und fünfstöckige Villen mit prächtigen Fassaden gab es besonders günstige Kredite. Je dichter die Wohnhäuser an der Eilenriede standen, desto prunkvoller wurden sie gestaltet.

In der List stehen drei evangelisch-lutherische Kirchen sowie eine katholische Kirche. Die Hauptverkehrsstraße in der List ist die Podbielskistraße. Der Welfenplatz sowie die Eilenriede laden zum Entspannen und Verweilen ein. Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants befinden sich in der Lister Meile, eine in den 70er-Jahren errichtete Fußgängerzone. Darüber hinaus gibt es hier den Sportverein Germania List und die Kanu-Gemeinschaft List.

In der List liegt das Pelikanviertel, das sich auf dem ehemaligen Gelände des Schreibgerätewerks Pelikan entwickelt hat. Zu Beginn der 90er-Jahre wurden die alten Gebäude saniert und es entstanden neue Gebäude. Heute liegen hier neben Wohnungen auch Geschäfte, Restaurants, Hotels und einige Unternehmen. Für die besondere Verbindung denkmalgeschützter Gebäude mit modernen Elementen wurde das Pelikanviertel bereits mehrfach ausgezeichnet und erhielt einige Architekturpreise.

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3. Stadtbezirk Bothfeld | Vahrenheide

In diesem Stadtbezirk liegen die Stadtteile Bothfeld, Isernhagen Süd, Lahe, Sahlkamp und Vahrenheide. Bothfeld-Vahrenheide ist flächenmäßig der größte Stadtbezirk in Hannover. Und von der Einwohnerzahl her ist er mit schätzungsweise 50.012 Einwohnerinnen und Einwohnern [Stand 31.12.2019] der zweitgrößte in Hannover. Dieser Stadtbezirk liegt ganz im Norden Hannovers.

Im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide befinden sich vier Kasernen. Zwei von ihnen, die Hauptfeldwebel-Lagenstein-Kaserne in Vahrenheide und die Scharnhorst-Kaserne in Bothfeld, werden noch von der Bundeswehr genutzt. Die Prinz-Albrecht-Kaserne in Bothfeld wurde zu einem Wohnquartier mit Versorgungseinrichtungen umgestaltet und für die Freiherr-von-Fritsch-Kaserne ist eine anderweitige Nutzung noch in Planung. Durch diese Dichte an militärischen Einrichtungen werden in diesem Stadtbezirk sehr häufig Blindgänger gefunden.

Im gesamten Stadtbezirk gibt es fünf Grundschulen, ein (Ganztags-)Gymnasium, vier Privatschulen, zwei Integrierte Gesamtschulen und eine Förderschule für Lernhilfe.

Der Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide hat 19 stimmberechtigte Mitglieder und vertritt die Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtbezirks. Mit 7 Sitzen ist die SPD die stärkste Partei, dicht gefolgt von der CDU mit 6 Sitzen. Die drittstärkste Partei ist Bündnis 90/Die Grünen mit 3 Sitzen. Danach kommen die Einzelvertreterinnen und -vertreter von AfD, FDP und DIE LINKE mit jeweils einem Sitz. Der Bezirksbürgermeister ist Harry Grunenberg (SPD) und sein Stellvertreter ist Lutz-Rainer Hölscher (Bündnis 90/Die Grünen). (Stand 11.2020)

Stadtteil Bothfeld

Bothfeld ist ein sehr vielfältiger Stadtteil und liegt mittig im Stadtbezirk. Hier leben schätzungsweise 20.600 Menschen, womit dieser Stadtteil der bevölkerungsreichste im gesamten Stadtbezirk ist. Die ansässige St.-Nicolai-Kirche mit ihrem Glockenturm aus Raseneisenstein wurde 1288 erbaut und ist damit das älteste Gebäude im Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide. Neben dem Turm wurde 1941 eine Eiche gepflanzt, die an den Dichter August Heinrich Hoffmann von Fallersleben und sein 1841 gedichtetes Lied der Deutschen erinnern soll. Der Dichter gründete in Bothfeld eine Familie mit der Tochter des damaligen Pastors.

Der neue Bothfelder Friedhof, auf dem 1967 der in West-Berlin erschossene Student Benno Ohnesorg beerdigt wurde, sowie der Jüdische Friedhof liegen zentral an der Burgwedeler Straße. Der Alte Bothfelder Friedhof liegt weiter südlich.

In den Wohngebieten in Bothfeld stehen überwiegend Einfamilienhäuser aus unterschiedlichen Perioden. Für Freizeitmöglichkeiten gibt es vielfältige Grünbereiche, z.B. das Landschaftsschutzgebiet Laher Heide mit dem Heidkampsee, der Bothfelder Anger oder die Große Heide. Im Süden Bothfelds in der Umgebung der Podbielskistraße haben sich viele kleine und mittlere Unternehmen, aber auch einige Großunternehmen angesiedelt.

Die Altersstruktur in Bothfeld hat einen überdurchschnittlichen Anteil an Kindern und Seniorinnen und Senioren. Aus diesem Grund gibt es diverse Angebote für den älteren Teil der Bevölkerung. Neben einigen Altenheimen und Senioren-Wohngemeinschaften stehen auch altersgerechte Wohnungen und Betreutes Wohnen zur Verfügung. Des Weiteren gibt es in Bothfeld mehrere Grundschulen, eine Integrierte Gesamtschule, eine Waldorfschule und die Freie Evangelische Schule Hannover. Überdies gibt es mit der Kurze-Kamp-Straße eine kleine Einkaufsstraße und ein Einkaufszentrum in der Sutelstraße.

Darüber hinaus gibt es in Bothfeld ein aktives Vereinsleben. Neben der Bezirkssportanlage und dem Kulturtreff Bothfeld gibt es noch viele weitere Freizeitangebote. Der Turn- und Sportverein Bothfeld von 1904 e.V. zählt mit rund 2.200 Mitgliedern zu den größten Sportvereinen Hannovers. Der Platz der Klein-Buchholzer-Bürger dient als Treffpunkt der Bothfelder. Hier finden das ganze Jahr über verschiedene Veranstaltungen statt, unter anderem auch ein Schützenfest.

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Stadtteil Isernhagen-Süd

Isernhagen-Süd liegt im Norden des Stadtbezirkes Bothfeld-Vahrenheide und ist somit der nördlichste Stadtteil von Hannover. Hier leben etwa 3.020 Einwohnerinnen und Einwohner. Bis 1974 gehörte Isernhagen-Süd zum Dorf Isernhagen NB (Niedernhäger Bauernschaft). Danach wurde es durch eine Gebietsreform zu einem Teil der Stadt Hannover. Die Einwohnerinnen und Einwohner sind durchschnittlich über 65 Jahre alt.

Isernhagen-Süd ist ein sehr beliebtes Wohngebiet im Norden Hannovers, auch aufgrund der Nähe zur Natur und zum Nebenfluss der Aller, der Wietze. Hier stehen überwiegend große Häuser aus den 60er- und 70er-Jahren sowie einzelne großzügige Altbauten aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts.

Am südlichen Stadtrand liegt die Endhaltestelle Fasanenkrug der Stadtbahnlinie 9. Somit ist Isernhagen-Süd direkt mit der Innenstadt Hannovers verbunden. Des Weiteren gibt es am Fasanenkrug ein kleines Einkaufszentrum. An der Straße Prüßentrift liegen einige kleinere Geschäfte und Restaurants.

Schon seit 1956 bemüht sich der Bürgerverein Isernhagen-Süd e.V. um die Entwicklung und Erhaltung des Stadtteils, z.B. durch die Aufstellung von selbst geschnitzten Schildern, auf denen der jeweilige Straßenname zu lesen ist. In Isernhagen-Süd gibt es nur einen Sportverein, den TSC Isernhagen Süd. Die Tennisanlagen verfügen über neun Außen-Ascheplätzen.

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Stadtteil Lahe

Lahe befindet sich im Osten des Stadtbezirkes. Hier sind etwa 2.100 Menschen zu Hause, womit Lahe der kleinste Stadtteil in diesem Stadtbezirk ist. Dabei ist nur ein kleiner Teil von Lahe bebaut, den Großteil des Stadtteils nehmen das Altwarmbüchener Moor, die Deponie des aha-Zweckverbandes sowie der Stadtfriedhof Lahe ein. Auf dem Gelände der Deponie befindet sich die höchste Erhebung Hannovers, der sogenannte “Monte Müllo”. Hierbei handelt es sich um einen 118 Meter hohen künstlichen Müllberg, der einmal im Jahr während des Entdeckertages der Region Hannover bestiegen werden kann. Offiziell wird er Nordberg genannt.

An der Kirchhorster Straße und dem dort entstandenen Gewerbegebiet haben sich etwa 160 Unternehmen angesiedelt, unter anderem Swiss Life, E.ON und die HDI-Versicherung. An dem Landschaftsschutzgebiet Laher Heide ist in den letzten beiden Jahrzehnten ein Wohngebiet entstanden, das hauptsächlich aus Einfamilien-, Reihen- und Doppelhäusern besteht.

In Lahe ist der Anteil an Kindern und Jugendlichen überdurchschnittlich hoch, wohingegen der Anteil der Seniorinnen und Senioren sehr niedrig ist.

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Stadtteil Sahlkamp

Sahlkamp liegt mittig im Stadtbezirk, westlich von Bothfeld. Hier leben etwa 14.300 Einwohnerinnen und Einwohner. Sahlkamp war lange eine unbesiedelte Landschaft, die zur Landwirtschaft und zu Übungen des Militärs genutzt wurde. Erst in den 20er- und 30er-Jahren wurden dort von Bewohnerinnen und Bewohnern Hannovers Kleingärten angelegt und die ersten Wohnhäuser entstanden.

Heutzutage überwiegen in Sahlkamp Einfamilienhäuser und freistehende Häuser mit großzügigen Gärten. Daneben gibt es auch einige Hochhausbauten, die überwiegend von Familien bewohnt werden. Der Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner mit einem Migrationshintergrund ist mit 36 % über dem Durchschnitt in Hannover. Hinzu kommt eine ebenfalls überdurchschnittlich hohe Arbeitslosenrate von 15 %.

Das Stadtteilzentrum bietet zentrale Einkaufsmöglichkeiten und neben einem Wochenmarkt auch einmal im Monat einen Flohmarkt. Der Stadtteil-Bauernhof und das NaDu-Kinderhaus bieten vielfältige Freizeitangebote, vor allem für Kinder und Jugendliche. Darüber hinaus gibt es noch weitere Jugendeinrichtungen, darunter das Jugendzentrum Sahlkamp, den Bildungsladen und den VCP-Kinder- und Jugendtreff.

In Sahlkamp bilden der Mittellandkanal, das Segelfluggelände und der Märchensee beliebte Naherholungsgebiete.

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Stadtteil Vahrenheide

Vahrenheide liegt im Westen des Stadtbezirkes, westlich von Sahlkamp. Hier wohnen schätzungsweise 9.900 Einwohnerinnen und Einwohner. Den Großteil davon bilden junge Menschen. Der Name Vahrenheide stammt von der Vahrenwalder Heide, auf der der Flugpionier Karl Jatho im Jahr 1903 einen der ersten motorisierten Flüge der Welt angetreten haben soll.

Als erste Großwohnsiedlung in Niedersachsen entstand ein Quartier von 1955 bis 1974. Von 1998 bis 2013 wurde es zuletzt großangelegt saniert. Durch das komplette Wohngebiet zieht sich ein großzügiger Grünstreifen. Ein Großteil der 18-geschossigen Wohnanlage Klingenthal, die vielfach als “Problemhochhaus” oder “Ghetto” bezeichnet wurde, wurde während der Sanierung abgerissen. Dort ist in den letzten Jahren ein Wohngebiet mit Einfamilienhäusern entstanden.

Die meisten Menschen leben im Osten von Vahrenheide. Hier liegt der Anteil der Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshintergrund bei etwa 50 % und liegt damit ebenso wie die Arbeitslosenzahl von etwa 24 % weit über dem üblichen Durchschnitt in Hannover.

Einkaufsmöglichkeiten gibt es im Stadtteilzentrum Vahrenheider Markt. Hier befindet sich ebenfalls ein Kulturtreff. Des Weiteren gibt es in Vahrenheide eine Vielzahl an Freizeitangeboten, z.B. der Spielpark Holzwiesen und das Jugendzentrum Camp sowie mehrere Vereine. Das Vahrenheider Initiativzentrum ist eine Anlaufstelle für soziale, kulturelle und pädagogische Angebote, die sich an Kindern und Erwachsene richten. Darüber hinaus gibt es in Vahrenheide eine evangelische und eine katholische Kirche.

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4. Stadtbezirk Buchholz | Kleefeld

In diesem Stadtbezirk liegen die Stadtteile Groß-Buchholz, Heideviertel und Kleefeld. Insgesamt leben hier etwa 45.444 Einwohnerinnen und Einwohner [Stand 31.12.2019] und somit ist dieser Stadtbezirk der fünftgrößte in Hannover. Er liegt östlich der Innenstadt.

Der Bezirksrat Buchholz-Kleefeld hat 21 stimmberechtigte Mitglieder und vertritt die Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtbezirks. Die SPD hat 8 Sitze inne und ist damit die stärkste Partei. Dahinter kommen die CDU mit 6 Sitzen und Bündnis 90/Die Grünen und DIE LINKE mit jeweils 2 Sitzen. Des Weiteren gibt es noch eine/n Einzelvertreter/in der FDP und der PIRATEN mit jeweils einem Sitz und einen parteilosen Einzelvertreter mit einem Sitz. Die Bezirksbürgermeisterin ist Johanna Starke von der SPD, ihr Stellvertreter ist Dierk Schneider (Bündnis 90/Die Grünen). (Stand 11.2020)

Stadtteil Groß-Buchholz

Groß-Buchholz befindet sich im Norden des Stadtbezirks. In ganz Europa gibt es etwa 150 Orte, die den Namen Buchholz tragen. Im hannoverschen Stadtteil leben etwa 28.000 Menschen. Die erste urkundliche Erwähnung fand Groß-Buchholz 1379. Groß-Buchholz ist durch mehrere Stadtbahnlinien mit der Innenstadt verbunden. Darüber hinaus gibt es für den Radverkehr mehrere Wege entlang des Mittellandkanals und des Messeschnellweges.

Groß-Buchholz wurde 1907 an Hannover angesiedelt, sodass die alten Strukturen rund um den alten Dorfkern noch heute erkennbar sind. Hier stehen noch viele alte Häuser, z.B. die Pinkenburg. Diese war lange ein Gastronomiebetrieb und ist auf einem Wartturm aus dem 14. Jahrhundert aufgebaut. Außerdem steht hier das älteste Bauernhaus Hannovers, das bereits 1619 erbaut wurde. Darüber hinaus besteht hier eine sehr traditionelle Struktur von Vereinen. Beispiele hierfür sind der Schützenverein, der Sportverein MTV Groß-Buchholz, die Freiwillige Feuerwehr sowie eine Karnevalsgesellschaft.

In Groß-Buchholz gibt es eine Grundschule, eine Integrierte Gesamtschule, ein Gymnasium, eine Realschule sowie die Berufsbildende Schule 14 der Region Hannover für Büro- und Freizeitberufe. Auch sind hier eine evangelisch-lutherische sowie eine katholische Kirche ansässig.

In Groß-Buchholz sind viele Unternehmen aus dem Technik- und Medizinbereich angesiedelt. Zum Beispiel liegt hier die Medizinische Hochschule Hannover (MHH). Des Weiteren sind hier die Standorte des International Neuroscience Institute (INI), des Fraunhofer Instituts und des Max-Planck-Instituts. Darüber hinaus liegt hier der Medical Park. Ebenfalls ansässig sind die TUI Group, die Kaufmännische Krankenkasse – KKH, eine Niederlassung der Telekom und die Heise-Medien-Gruppe.

Das Roderbruchgebiet ist ein Bereich in Groß-Buchholz, der von seinen Bewohnerinnen und Bewohnern in vielerlei Hinsicht aktiv mitgestaltet wurde. Viele der dort ansässigen Vereine, Verbände und sonstige Einrichtungen arbeiten beispielsweise mit der IGS Roderbruch, aber auch mit den dortigen Kirchen zusammen. Aus dieser Zusammenarbeit entstand der “Stadtteilgespräch Roderbruch e.V.” und damit viele neue Ideen. Im “Kulturtreff Roderbruch” finden vielfältige Veranstaltungen statt. Neben vielerlei Ausstellungen und Musik- sowie Theateraufführungen werden hier auch Bildungskurse angeboten. Außerdem finden auf dem Roderbruchmarkt jedes Jahr Stadtteilfeste statt.

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Stadtteil Heideviertel

Das Heideviertel liegt im Osten des Stadtbezirks und bietet knapp 5.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ein Zuhause. Der Stadtteil ist im Westen durch die dortige Stadtbahn- sowie eine S-Bahn-Station mit der Innenstadt verbunden. Während des 2. Weltkrieges entstand hier eine Siedlung mit Einfamilienhäusern, die früher “Osterfeld” genannt wurde und in der Nachkriegszeit noch weiter ausgebaut wurde. Die einzelnen Straßenbezeichnungen wurden nach Städten benannt, die in der Lüneburger Heide oder der näheren Umgebung liegen, z.B. Lüneburg, Gifhorn, Fallingbostel und Wolfsburg. Heute heißt die Siedlung “Heideviertel” und bildet einen eigenen Stadtteil.

Der nördlich gelegene Heidering bietet den Einwohnerinnen und Einwohnern des Heideviertels viele Einkaufsmöglichkeiten. Des Weiteren gibt es hier eine Grundschule und mehrere Vereine, beispielsweise den Polizeisport- sowie den Kleintierzuchtverein. Die Nikodemusgemeinde ist seit langem fester Bestandteil des Heideviertels und fördert aktiv die Kinder- und Jugendarbeit.

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Stadtteil Kleefeld

Kleefeld liegt im Süden des Stadtbezirks und hat etwa 12.500 Einwohnerinnen und Einwohner. Im Süden und Westen Kleefelds liegt die Eilenriede, Hannovers Stadtwald. Der Stadtteil wurde 1859 an Hannover angesiedelt und ist heute durch die Stadtbahn und zwei S-Bahn-Stationen mit der Innenstadt verbunden. Die Wohngebiete sind unterschiedlich aufgebaut und prägen bis heute das Bild dieses Stadtteils. Die 1843 gebaute Bahnlinie Hannover-Lehrte teilt Kleefeld in zwei Hälften. Im nördlichen Teil baute die erste Kleefelder Baugenossenschaft eine erhebliche Menge an Mehrfamilienhäusern für die Arbeiterschicht. Südlich der Bahnlinie entstand das “Philosophenviertel”, in dem überwiegend wohlhabende Bürgerinnen und Bürger ein Zuhause fanden. Auch heute stehen hier noch großzügige Villen.

Die Straßen Kirchröder Straße, Dohmeyers Weg und Berckhusenstraße bilden die Hauptverkehrsstraßen in Kleefeld und bieten den Bewohnerinnen und Bewohnern viele Einkaufsmöglichkeiten. Des Weiteren haben sich hier viele soziale Einrichtungen angesiedelt, z.B. das Stephanstift, das Annastift und die Petrikirche.

Das Vereinsleben wird in Kleefeld aktiv betrieben. Der Jagdsportgesellschaft Hannover-Kleefeld von 1910 e.V. sowie der Box-Club Kleefeld und der Kleefelder Schachclub sind nur einige Beispiele. Besonders stolz sind die Einwohnerinnen und Einwohner Kleefelds auf den hier ansässigen Eishockeyclub “Hannover Indians”, der im Eisstadion am Pferdeturm trainiert.

Alles in allem ist Kleefeld ein sehr naturverbundener grüner Stadtteil, der nicht nur die Eilenriede, sondern auch den Hermann-Löns-Park direkt vor der Tür hat. Die hier lebenden Einwohnerinnen und Einwohner schätzen ihren Stadtteil sehr und engagieren sich daher auch aktiv für die Weiterentwicklung Kleefelds. Neben dem “Bürgerverein Kleefeld e.V.” gibt es auch den Gewerbeverein “Wir sind Kleefeld e.V.” Das Kulturzentrum “Hölderlin Eins” ist weit über die Grenzen Kleefelds bekannt. Darüber hinaus gibt es in Kleefeld eine Grundschule, zwei Gymnasien, eine Realschule sowie eine berufsbildende Schule und eine Förderschule.

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5. Stadtbezirk Misburg | Anderten

Im Stadtbezirk Misburg-Anderten liegen die Stadtteile Anderten, Misburg-Nord und Misburg-Süd. Der Stadtbezirk liegt im Osten Hannovers und hat etwa 33.884 Einwohnerinnen und Einwohner [31.12.2019]. In Misburg-Anderten gibt es verschiedene Vereine und viele engagierte Bürgerinnen und Bürger. Der Großteil der Vereine organisiert sich in der Arbeitsgemeinschaft der Misburger und Anderter Kulturvereine (AMK e.V.). Darüber hinaus sind auch die Kirchengemeinden in diesem Stadtbezirk sehr aktiv und fördern vor allem die Jugend und Senioren.

Misburg wurde 1365 das erste Mal urkundlich erwähnt. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war es noch ein kleines Dorf mit gerade einmal 25 Einwohnerinnen und Einwohnern. Im Laufe der Jahre entstanden immer mehr Höfe in Misburg. Durch die Industrialisierung stieg die Bevölkerungszahl Ende des 19. Jahrhunderts rasant an. Die Zementindustrie siedelte sich hier an und es entstanden bis zum Jahre 1900 vier große Fabriken, von denen es heute nur noch zwei gibt, HeidelbergCement AG und LafargeHolcim Ltd. Darüber hinaus entstand hier auch eine große Spritfabrik.

Der Sozialdemokrat Gustav Bratke wurde 1912 in den Misburger Gemeinderat gewählt und 1919 zum Bürgermeister. Darüber hinaus wurde er 1926 zum Vorsitzenden der Provinzialverwaltung ernannt. Das Hauptaugenmerk legte Bratke bei der Kommunal- und Sozialpolitik auf ein Zusammenspiel von Ansiedlung neuer Industrie und kommunaler Weiterentwicklung. 1931 siedelte sich dadurch die Erdöl-Raffinerie Deurag-Nerag an. Gleichzeitig trieb Bratke den Wohnungsbau voran. 1926 wurde ein eigenes Wasserwerk sowie die erste Kanalisation gebaut und darüber hinaus zwei Kläranlagen. In den schweren Zeiten der Weltwirtschaftskrise ließ Bratke eine Volksküche errichten, um den Bewohnerinnen und Bewohnern zu helfen. Er wurde 1933 nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten aus allen politischen Ämtern verdrängt.

Im zweiten Weltkrieg zerstörten schätzungsweise 40.000 Bomben einen Großteil der Stadt. In der Nähe der Erdöl-Raffinerie bestand ein Außenlager des KZ Neuengamme. An diese Zeit erinnert heute ein Mahnmal des Bildhauers Eugène Dodeigne. Misburg hat mehrere Partnerschaften mit verschiedenen Städten in Europa, z.B. mit Bollnäs in Schweden, Flekkefjord in Norwegen und Morsö in Dänemark.

Der Bezirksrat Misburg-Anderten hat 19 stimmberechtigte Mitglieder und vertritt die Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtbezirks. Die SPD sowie die CDU haben jeweils 7 Sitze, Bündnis 90/Die Grünen sowie die Gruppe DIE LINKE und die PIRATEN haben jeweils 2 Sitze und die Einzelvertreterin der FDP hat einen Sitz. Bezirksbürgermeister ist Klaus Dickneite (SPD), die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin ist Uta Engelhardt (Bündnis 90/Die Grünen). (Stand 11.2020)

Stadtteil Anderten

Der Stadtteil Anderten liegt im Süden des Stadtbezirks und hat etwa 7.800 Einwohnerinnen und Einwohner. Anderten wurde das erste Mal urkundlich im Jahr 985 erwähnt. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts bestand das Dorf Anderten aus 60 Höfen. Es wurde zweimal von verheerenden Bränden stark beschädigt. Der Bahnhof Anderten-Misburg wurde erst 1906 erbaut, obwohl die Bahnlinie von Hannover nach Lehrte bereits über Misburg führte und schon deutlich früher gebaut wurde.

1919 begann der Bau der Schleuse Anderten, der größten Binnenschleuse in Europa. 1928 wurde sie dann durch den Reichspräsidenten von Hindenburg eingeweiht. Heute werden hier jährlich über 22.000 Schiffen abgefertigt. Seit 1969 existiert eine Städte-Partnerschaft zwischen Anderten und der französischen Gemeinde Oissel. Die Eingemeindung nach Hannover erfolgte 1974.

In Anderten liegt eine Grundschule sowie eine Oberschule. Seit 2002 fährt die Stadtbahnlinie 5 bis zur Endhaltestelle Anderten.

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Stadtteil Misburg-Nord

Der Stadtteil Misburg-Nord liegt im Norden des Stadtbezirks. Hier leben rund 23.300 Menschen. 1904 wurde die evangelisch-lutherische St.-Johannis-Kirche erbaut, darüber hinaus gibt es in Misburg-Nord noch die ebenfalls evangelisch-lutherische Trinitatiskirche (1963) sowie die katholische St.-Anna-Kirche (1956), eine neuapostolische Kirche und das 1984 errichtete Ukrainische Ökumenische Zentrum St. Wolodymyr. 1921 wurde der Waldfriedhof Misburg errichtet, der über etwa 4.500 Grabstätten verfügt. Darüber hinaus liegen hier drei Grundschulen, eine Realschule und ein Gymnasium.

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Stadtteil Misburg-Süd

Der Stadtteil Misburg-Süd liegt in der Mitte des Stadtbezirks und hat etwa 2.800 Einwohnerinnen und Einwohner. Misburg-Süd grenzt an den Mittellandkanal. Aus der bereits 1905 erbauten katholischen Herz-Jesu-Kirche wurde im Jahre 2010 ein Kolumbarium entwickelt.

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6. Stadtbezirk Kirchrode | Bemerode | Wülferode

In diesem Stadtbezirk liegen die Stadtteile Kirchrode, Bemerode und Wülferode. Hier leben insgesamt 32.394 Einwohnerinnen und Einwohner [Stand 31.12.2019]. Der Stadtbezirk liegt im Südosten der Stadt Hannover. Hier gibt es mit etwa 23,85 Quadratkilometern sehr viele Grünflächen und Wälder, von denen die Mehrheit als Landschaftsschutzgebiete geführt werden.

Der Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode hat 19 stimmberechtigte Mitglieder und vertritt die Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtbezirks. Die CDU hat 7 Sitze und ist damit die stärkste Kraft in diesem Bezirksrat. Danach folgen die SPD mit 6 Sitzen und Bündnis 90/Die Grünen mit 3 Sitzen. Die FDP hat 2 Sitze inne und der Einzelvertreter von DIE LINKE hat einen Sitz. Der Bezirksbürgermeister ist Bernd Rödel (SPD), die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin ist Regine Kramarek (Bündnis 90/Die Grünen). (Stand 11.2020)

Stadtteil Kirchrode

Der Stadtteil Kirchrode liegt im Norden des Stadtbezirks. Hier leben rund 12.050 Einwohnerinnen und Einwohner. Kirchrode entstand aus einer Gruppe Bauernhöfe, die um einen alten Dorfteich herum standen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1221. 1907 wurde Kirchrode in Hannover eingemeindet. Im historischen Dorfzentrum wurde 1150 die Jakobikirche erbaut, dessen Turm im 14. Jahrhundert errichtet wurde. Von 1782 bis 1792 wurde das Kirchengebäude neu erbaut. Heute bietet diese Kirche ein vielfältiges Angebot und ist fester Bestandteil der Gemeinde. Genau wie die katholische Kirche “Zu den Heiligen Engeln”.

Die rund um den historischen Dorfkern errichteten Wohngebiete bestehen überwiegend aus hochwertigen Einfamilienhäusern mit großen Gärten. Einkaufsmöglichkeiten sind hier ebenfalls vorhanden. Darüber hinaus grenzt der Hermann-Löns-Park an den Stadtteil, der ebenso wie der sich hier befindliche Tiergarten Hannover zum Verweilen einlädt. Weitere Erholungsorte bieten die “Büntewiese” sowie die angrenzende Eilenriede und die “Mardalwiese”. Das Gelände des Tiergartens Hannover entstand bereits 1679 als eingezäuntes Jagdgebiet des Herzogs Johann Friedrich. Heute leben hier Rehe, Damwild, Wildschweine und Rotwild und ziehen kleine und große Besucherinnen und Besucher aus dem gesamten Stadtgebiet und der Region an.

In Kirchrode liegt außerdem die Tierärztliche Hochschule sowie das Vinzenzkrankenhaus, das Taubblindenzentrum, das Landesbildungszentrum für Blinde und die Henriettenstiftung. Darüber hinaus liegen hier das Pflegezentrum Heinemanhof samt Kompetenzzentrum Demenz sowie viele Altenheime.

In Kirchrode bestehen viele Vereinigungen von Bürgerinnen und Bürgern, die den Stadtteil weiterentwickeln und den Zusammenhalt der Bewohnerinnen und Bewohner fördern möchten, z.B. die Gemeinschaft der Kirchröder Kaufleute (GKK) und der Bürgerverein Kirchrode e.V. Diese organisieren auch die verschiedensten Veranstaltungen in Kirchrode. Seit 1984 stehen am historischen Ortskern durch Anregung des Bürgervereins zwei Figuren aus Bronze des Bildhauers Fidelis Bentele. Seitdem ist dieser Platz ein beliebter Treffpunkt und die Figuren werden von den Bewohnerinnen und Bewohnern liebevoll “Klönschnack” genannt. Des Weiteren gibt es in Kirchrode mehrere Sportvereine, die Schützengilde, verschiedene Kleingartenvereine und ein Seniorenbüro.

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Stadtteil Bemerode

Der Stadtteil Bemerode liegt im Westen des Stadtbezirks. Hier leben etwa 19.400 Menschen. In Bemerode entstand zur EXPO 2000 das Neubaugebiet “Am Kronsberg”. Die erste urkundliche Erwähnung fand dieser Stadtteil bereits 1204. 1867 wurde die St.-Johannis-Kapelle als Backsteinbau errichtet. Ebenfalls am historischen Ortskern liegt das Rittergut Bemerode II, welches aus dem Rittergut der Familie Mörlins und dem Gutshof der Familie Graevemeyer entstanden ist. Die Mehrzahl der heute noch erhaltenen Höfe werden nicht mehr landwirtschaftlich genutzt. Die Eingemeindung in Hannover fand im Jahre 1974 statt.

In Bemerode liegt ein Schulzentrum und die Sportplätze des TSV Bemerode. Darüber hinaus gibt es viele Einkaufsmöglichkeiten in diesem Stadtteil. Die Freiwillige Feuerwehr samt Jugendfeuerwehr, die Schützengesellschaft Bemerode v. 1838 sowie die St.-Johannis-Kirchengemeinde haben viele Mitglieder und gestalten die Freizeitgestaltung in Bemerode so aktiv mit.

Das Wohngebiet “Am Kronsberg” entstand zur EXPO 2000. Die rund 3.000 Wohneinheiten bestehen aus Einfamilienhäusern und zwei- bis viergeschossigen Mehrfamilienhäusern. Des Weiteren ist sehr viel Wert auf eine gute Infrastruktur gelegt worden, weshalb es in diesem Wohngebiet mehrere Kindergärten, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und Kirchen gibt. Außerdem liegt hier das Stadtteilzentrum KROKUS, welches vielfältige Angebote bietet und gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern viele verschiedene Veranstaltungen plant. Allerbest Catering Hannover hat im Krokus auch schon einige Veranstaltungen bewirtet. Die EXPO-Gesellschaft förderte ausgewählte Teile des Wohngebietes. Ziel war es, dass sich eine Gemeinschaft aus den unterschiedlichen Bewohnerinnen und Bewohnern entwickelt und das Gebiet die verschiedensten Ansprüche an das Wohnen abdeckt. Das Wohngebiet “Am Kronsberg” wurde über seine gesamte Fläche von über 70 Hektar komplett in Niedrigenergie-Bauweise erbaut. So wird pro Haushalt etwa 75 % weniger CO2 ausgestoßen als im sonstigen Stadtgebiet. Darüber hinaus gibt es hier großzügige Grünflächen, verschiedene Spielplätze sowie Rad- und Wanderwege. Der 118 Meter hohe Kronsberghügel bietet zudem einen guten Ausblick über den Stadtbezirk und die umliegende Region. Noch heute interessieren sich zahlreiche Menschen – vor allem aus dem Mittleren und Fernen Osten – für das Wohngebiet und die zugrunde liegende Wohnungs- und Energiewirtschaft sowie für die wissenschaftlichen und politischen Erkenntnisse. 2012 wurde das Wohngebiet in Singapur als eines von hundert innovativsten Infrastrukturprojekten der Welt ausgezeichnet. Momentan laufen die Planungen für die Erweiterung Kronsberg-Süd, einem Wohngebiet mit 3500 neuen Wohnungen für etwa 8000 Menschen.

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Stadtteil Wülferode

Im Stadtteil Wülferode wohnen etwa 925 Menschen. Er liegt im Osten des Stadtbezirks und ist der kleinste Stadtteil in Hannover. Die Wülferoder Kapelle wurde bereits 1474 erwähnt, die Glocke aus dem Kirchturm wurde 1644 gefertigt. 1757 musste die Kapelle erneuert werden. 1974 wurde Wülferode in Hannover eingemeindet. Bis heute gibt es nur eine Buslinie, die nach Hannover-Kronsberg führt und mit der Bockmerholzstraße nur eine Hauptstraße. Hier gibt es auch keine Einkaufsmöglichkeiten.

In dem seit 1847 bestehenden Gasthaus von Horn befindet sich die kürzeste Theke in Hannover – mit nicht mal zwei Metern Länge. Das Waldgebiet Gaim und das Bockmerholz dienen der Erholung in der Natur. Die Bürgergemeinschaft Wülferode bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern vielfältige Angebote. Darüber hinaus gibt es hier seit 1934 die Freiwillige Feuerwehr Wülferode. Der TSV Wülferode wurde 1921 gegründet und der Männergesangsverein Wülferode bereits 1886.

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7. Stadtbezirk Südstadt | Bult

In diesem Stadtbezirk liegen die Stadtteile Südstadt und Bult. Insgesamt leben hier etwa 43.540 Einwohnerinnen und Einwohner [Stand 31.12.2019]. Der Stadtbezirk liegt mittig in der Stadt Hannover. Das kulturelle Angebot ist im Stadtbezirk Südstadt-Bult besonders hoch, da hier neben dem Niedersächsischen Landesmuseum unter anderem auch das Sprengelmuseum sowie das Landesfunkhaus des NDR und viele Theaterbühnen befinden.

Der Bezirksrat Südstadt-Bult hat 21 stimmberechtigte Mitglieder und vertritt die Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtbezirks. Die SPD ist mit 7 Sitzen die stärkste Partei, danach folgen die CDU mit 5 Sitzen, die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit 4 Sitzen und die AfD mit 2 Sitzen. Darüber hinaus haben Einzelvertreterinnen und -vertreter von FDP, DIE LINKE und PIRATEN jeweils einen Sitz. Der Bezirksbürgermeister ist Lothar Pollähne (SPD), sein Stellvertreter ist Ekkehard Meese (Bündnis 90/Die Grünen). (Stand 11.2020)

Stadtteil Südstadt

Der Stadtteil liegt im Westen des Stadtbezirks und bietet rund 40.450 Menschen ein Zuhause und ist damit von der Einwohnerzahl her der zweitgrößte Stadtteil in Hannover. Die Südstadt ist vor allem bei jungen Menschen und Familien sehr beliebt und hat kulturell viel zu bieten. Hier liegen das Niedersächsische Landesmuseum, das Sprengelmuseum, die Stadtbibliothek, das NDR-Landesfunkhaus sowie das Landesstudio des ZDF. Der Maschsee liegt ebenfalls zu einem Großteil in diesem Stadtteil. Darüber hinaus hat die Niedersächsische Staatskanzlei hier ihren Sitz.

Die Südstadt entstand bereits um 1600, als sich Menschen an einem der Stadttore, dem Aegidientor, angesiedelt haben. Dort betrieben sie vor allem Gartenbau. Die Eingemeindung nach Hannover erfolgte schon 1859. Der Großteil der Wohnhäuser in der Südstadt wurde in den 30er-Jahren erbaut, es handelte sich überwiegend um vier- und fünfgeschossige Mehrfamilienhäuser aus Klinker.

In der Südstadt befindet sich auch ein weiteres Lager von Allerbest Catering Hannover, welches viele Verleihartikel und Equipment beherbergt. Auch Equipment für das Hochzeitscatering Hannover werden dort zum Teil eingelagert. Impressionen und Vorschläge zur Ausgestaltung Ihrer Hochzeit finden Si auf einem speziellen Hochzeit Flyer.

Es gibt viele Kirchen in der Südstadt. Neben der katholischen St.-Heinrich-Kirche und den evangelischen Kirchen Paulus, Bugenhagen und Nazareth gibt es hier noch zwei weitere evangelisch-lutherische Kirchen sowie eine katholische Kirche. Darüber hinaus liegt hier der Amtssitz des Landesbischofs der “Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover”.

Des Weiteren liegt hier das Krankenhaus Henriettenstift, eines der ältesten Krankenhäuser in Hannover. Die Südstadt ist der Stadtteil mit den meisten Schulen in Hannover. Hier liegen fünf Gymnasien, eine Integrierte Gesamtschule, eine Freie Waldorfschule, drei Realschulen, eine Oberschule sowie verschiedene Berufsschulen.

Die Südstadt war ein bürgerliches Viertel, das nach dem 2. Weltkrieg überwiegend von Beamten und ihren Familien bewohnt wurde. Heute wohnen hier überwiegend junge Menschen und Familien, was vor allem auf die hohe Dichte an Schulen zurückzuführen ist. Daher heißt es auch, dass die Südstadt der kinderreichste Stadtteil Hannovers ist. Hier liegt auch der TK Hannover, der größte Sportverein in Hannover. Darüber hinaus gibt es in der Südstadt noch weitere Sportvereine, z.B. den RSV Hannover, den VfL Eintracht Hannover und den HTTC.

Des Weiteren hat die Gilde Brauerei ihren Sitz in diesem Stadtteil. Die wichtigsten Hauptverkehrsstraßen sind die Hildesheimer Straße und der Altenbekener Damm. Einkaufsmöglichkeiten gibt es vor allem in der Hildesheimer Straße sowie in der Sallstraße und in der Marienstraße.

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Stadtteil Bult

Dieser Stadtteil liegt im Osten des Stadtbezirks. Hier leben etwa 3.100 Einwohnerinnen und Einwohner. Hier befindet sich die Tierärztliche Hochschule Hannover sowie das Kinderkrankenhaus Auf der Bult. Bei den Wohnhäusern handelt es sich überwiegend um Reihenhäuser. Des Weiteren haben das Stadion des SV Arminia Hannover und der Postsportverein Hannover hier ihren Sitz.

Ein großer Teil des Stadtteils Bult ist ein Landschaftsschutzgebiet, in dem sich beispielsweise seltene Heuschrecken- und Wildbienenarten angesiedelt haben. Zusammen mit der angrenzenden Eilenriede bilden diese Bereiche wichtige Lebensräume für die verschiedensten Tiere.

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8. Stadtbezirk Döhren | Wülfel

In diesem Stadtbezirk liegen die Stadtteile Döhren, Mittelfeld, Seelhorst, Waldhausen, Waldheim und Wülfel. Insgesamt sind hier etwa 34.691 Menschen zu Hause. Dieser Stadtbezirk liegt mittig im Süden der Stadt. Im Süden des Stadtbezirks Döhren-Wülfel liegt das Messegelände Hannover.

Der Bezirksrat Döhren-Wülfel hat 18 stimmberechtigte Mitglieder und vertritt die Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtbezirks. Die SPD hat 6 Sitze inne und ist damit die stärkste Partei. Die CDU folgt mit 5 Sitzen. Danach kommt die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit 3 Sitzen, die AfD, FDP, DIE LINKE und DIE PARTEI mit jeweils einem Sitz. Die Bezirksbürgermeisterin ist Antje Kellner von der SPD, die stellvertretende Bezirksbürgermeister ist Claudia Meier (Bündnis 90/Die Grünen). (Stand 11.2020)

Stadtteil Döhren

Döhren liegt mittig im Westen des Stadtbezirks und hat etwa 13.600 Einwohnerinnen und Einwohner. In Döhren befindet sich auch der Hauptsitz  von AllerBest Catering Hannover. Der Stadtteil wurde erstmals im Jahr 983 urkundlich erwähnt und wurde 1671 dem Herzog Johann Friedrich von Calenberg geschenkt, weil dieser Herzog Georg von Lüneburg bei der Übernahme der Stadt Braunschweig geholfen hatte. Die damaligen Bewohner und Bewohnerinnen hatten das zu dieser Zeit besondere Recht, dass sie in den Wäldern der Umgebung jagen gehen durften. Im Gegenzug mussten sie jedoch eine Kompanie stellen und dem Herzog von Calenberg dienen.

Döhren wurde im Jahr 1907 an Hannover angesiedelt. Noch heute stehen hier im Zentrum des Stadtteils viele Wohnhäuser aus der Gründerzeit. Der modernisierte Fiedelerplatz bietet den Bewohnerinnen und Bewohnern verschiedene Einkaufsmöglichkeiten sowie einen Wochenmarkt.  Die Leineinsel im Südwesten des Stadtteils ist eine beliebte Wohngegend. Die ehemalige Arbeitersiedlung “Döhrener Jammer” sowie die Leineinsel gehörten bis in die 50er-Jahre zum Gelände der ehemaligen Döhrener Wollwäscherei und -kämmerei. Die Fabrik war die erste in Deutschland, die Wolle mechanisch gereinigt hat. Heute erinnern noch der Uhrenturm und das Pförtnerhaus, das heutzutage ein Restaurant beherbergt, an den Haupteingang der Fabrik.

Im Döhrener Westen liegen weitläufige Wiesenlandschaften mit Sportplätzen sowie Bade- und Angelteiche. Die Ricklinger Kiesteiche laden vor allem im Sommer einige tausend Besucher pro Tag an. Darüber hinaus gibt es hier mehrere Kleingarten-Kolonien. Eines der ältesten Gebäude in Döhren ist die evangelische St.-Petri-Kirche, deren Turm bereits im 14. Jahrhundert erbaut wurde. Während des 2. Weltkrieges wurde sie jedoch stark beschädigt, sodass sie als sogenannte Bartningsche Notkirche wieder aufgebaut wurde. Neben dieser Kirche liegen in Döhren noch eine weitere evangelische sowie eine katholische und eine neuapostolische Kirche.

In Döhren befinden sich einige Unternehmen, darunter der TÜV Nord, die Volkswagenstiftung, ein Standort der Bau-Berufsgenossenschaft sowie die Polizeiinspektion Hannover-Süd. Auch liegen hier ein Stadtbahnbetriebshof der Üstra und eine Niederlassung des Roten Kreuzes.

Darüber hinaus liegen in Döhren viele Schulen, darunter drei Grundschulen, eine Realschule, ein Abendgymnasium sowie das Gymnasium für Erwachsene , das Hannover-Kolleg. Darüber hinaus liegt hier auch die alternativpädagogische Grund- und Hauptschule Glockseeschule. Des Weiteren liegt in Döhren das Freizeitheim Döhren, in dem verschiedene Veranstaltungen stattfinden und in dem AllerBest Catering sehr häufig für das Catering sorgt. Für Kinder und Jugendliche gibt es das Jugendzentrum sowie den Spielpark. Zudem sind hier eine Stadtteilbücherei sowie ein Bürgeramt. Und es gibt mehrere Sportvereine in diesem Stadtteil, z.B. den Fußballverein Niedersachsen Döhren, den Paddel-Klub Hannover, den Turnverein Döhren (TV Döhren) sowie den Rugbyverein VfR Döhren.

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Stadtteil Mittelfeld

Der Stadtteil Mittelfeld liegt im Südosten des Stadtbezirks und bietet schätzungsweise 9.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ein Zuhause. Er entstand in den 50er-Jahren und diente als Wohnsiedlung für die Menschen, die während des Krieges ihre Heimat verloren hatten. Heute stehen hier überwiegend mehrgeschossige Wohnhäuser, aber auch Einfamilienhäuser. Im Osten Mittelfelds liegt die “Siedlung Hannover-Seelhorst”, die 1932 für während der Weltwirtschaftskrise von arbeitslos gewordene Handwerker gebaut wurde.

Im Zuge des Förderprogramms “Soziale Stadt” wurde Mittelfeld von 1999 bis 2008 umstrukturiert. Dabei entstanden weitere Infrastruktureinrichtungen, neue Grünflächen und ein hohes bürgerliches Engagement, das bis heute zur sozialen Stabilisierung des Stadtteils beiträgt.

Im Süden Mittelfelds liegt auch das größte Messegelände der Welt, auf dem seit 1947 kleine und große Messen und Ausstellungen stattfinden. Auf allen Messen ist AllerBest Catering Hannover auch mit der Sparte Messecatering Hannover vertreten. Das Gelände ist etwa 130 Hektar groß und erstreckt sich damit über die Hälfte der Gesamtfläche des Stadtteils. Die TUI-Arena und das zur Expo genutzte Gelände liegen ebenfalls in Mittelfeld.

Darüber hinaus steht in Mittelfeld die Pagode Viên Giác, die von 1989 bis 1993 am dortigen Kloster erbaut wurde. Der gemeinnützige Verein “Congregation der Vietnamesischen Buddhistischen Kirche, Abteilung Deutschland” ist Träger der Pagode, die rund 10.000 Buddha-Figuren enthält.

Im Norden liegt das Berufsbildungswerk des Annastifts. Hier steht darüber hinaus eine Weidenkirche – eine Kirche, die ausschließlich aus Weidenruten erbaut wurde und kein festes Dach besitzt. Des Weiteren gibt es hier eine evangelische und eine katholische Kirche.

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Stadtteil Seelhorst

Das im Nordosten des Stadtbezirks liegende Seelhorst hat etwa 3.700 Einwohnerinnen und Einwohner. Hier gibt es hauptsächlich zwei durch den Messeschnellweg und verschiedene Bahnlinien getrennte Wohngebiete. Westlich liegt das Neubaugebiet “Hoher Weg” sowie einige Einfamilienhäuser aus den 60er-Jahren. Östlich liegt das exklusive Neubaugebiet “Seelhorster Garten”.  Ebenfalls im Osten Seelhorsts liegt der Zeitungsverlag Madsack.

Der Süden Seelhorsts ist äußerst grün und bietet mit dem Seelhorster Wald und einigen Kleingartenanlagen viele Möglichkeiten der Erholung in der Natur. Der ebenfalls im Süden liegende Stadtfriedhof Seelhorst wurde 1919 angelegt und ist mit 70 Hektar der größte Friedhof in Hannover. Hier gibt es mehrere Gedenkstätten, die an die Opfer des 2. Weltkrieges erinnern.

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Stadtteil Waldhausen

Waldhausen liegt im Nordwesten des Stadtbezirks und bietet rund 2.240 Einwohnerinnen und Einwohnern ein Zuhause. Der Stadtteil grenzt an den Maschsee und die Eilenriede und gehört zu den teuersten Wohngegenden in Hannover – und dies trotz der Bahntrasse im Süden. Hier gibt es überwiegend große Einfamilienhäuser und Villen von gehobener Altbausubstanz.

Bis 1971 stand in Waldhausen die Villa Willmer, die aus Ziegeln gebaut wurde. Sie gehörte der Familie Willmer, die eine Ziegelei betrieb. Die Villa wurde jedoch gegen den Willen der Einwohnerinnen und Einwohner Waldhausens abgerissen. Auf dem Grundstück wurden anschließend Mehrfamilienhäuser mit Eigentumswohnungen erbaut.

Bis 2015 wohnten hier auch Altkanzler Gerhard Schröder und der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff.

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Stadtteil Waldheim

Der Stadtteil Waldheim liegt im Norden des Stadtbezirks Döhren-Wülfel. Hier leben etwa 1.800 Menschen. Auch in Waldheim gibt es noch einige große Einfamilienhäuser aus gehobener Altbausubstanz, der Großteil der hier stehenden Häuser ist jedoch aus den 50er-, 60er- und 70er-Jahren. Im Osten Waldheims liegen mehrere Kleingartenanlagen. Im Norden liegt die Eilenriede. Insgesamt ist auch Waldheim ein bevorzugtes Wohngebiet in Hannover.

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Stadtteil Wülfel

Wülfel liegt im Südwesten des Stadtbezirks und bietet etwa 4.400 Einwohnerinnen und Einwohnern ein Zuhause. Mehr als die Hälfte dieses Stadtteils wird durch die Südliche Leineaue eingenommen, die mit ihren vielen Teichen und Kleingärten ein beliebtes Naherholungsgebiet im Westen Wülfels ist. Hier haben auch die einzigen beiden Storchenpaare in Hannover ihr Zuhause gefunden. Des Weiteren liegt in diesem Gebiet auch die Radrennbahn Hannover.

Zentral in Wülfel lagen die Wülfeler Brauereigaststätten. Heute liegt hier das Designhotel Wienecke XI mit CongressCentrum und Biergarten. In Wülfel gibt es des Weiteren einige Wanderwege zur Leineaue und zum Paddelclub Niedersachsen. Die Wohngebiete mit mehrgeschossigen Mehrfamilienhäusern liegen hauptsächlich im Norden Wülfels. Im Süden und Osten liegen einige Gewerbeflächen, die zum Teil nicht mehr genutzt werden. Ebenfalls im Süden liegt das ehemalige Rittergut Wülfel.

Bis 1992 hatte die Brauerei Wülfel hier ihren Sitz, bis diese von der Gilde Brauerei gekauft wurde und die alten Gebäude abgerissen wurden. Auf dem Gelände siedelten sich später viele Geschäfte an. Dahingegen ist das Gebäude der Chemischen Fabrik Wülfel, welches 1871 erbaut wurde, bis heute erhalten geblieben. Das Unternehmen heißt heute Chemische Fabrik Wülfel GmbH & Co. KG.

In Wülfel gibt es eine Freiwillige Feuerwehr sowie den Schützengesellschaft Wülfel 1896 e.V. Darüber hinaus liegen in Wülfel zwei Grundschulen sowie die Außenstelle einer Döhrener Realschule.

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9. Stadtbezirk Ricklingen

In diesem Stadtbezirk liegen die Stadtteile Bornum, Mühlenberg, Oberricklingen, Ricklingen und Wettbergen. Hier leben insgesamt etwa 45.904 Einwohnerinnen und Einwohner [Stand 31.12.2019]. Der Stadtbezirk liegt im Südwesten der Stadt Hannover. Ricklingen ist von der Einwohnerzahl her der größte Stadtbezirk in Hannover.

Im gesamten Stadtbezirk gibt es viele verschiedene Vereine, Initiativen und ein überdurchschnittliches Engagement der Einwohnerinnen und Einwohner. Bei allen Projekten steht stets die Integration im Vordergrund. Für Freizeit- und Erholungsaktivitäten gibt es in diesem Stadtbezirk eine Vielzahl an Grünflächen, z.B. die Ricklinger Kiesteiche, das Bornumer Regenrückhaltebecken, das Ricklinger Holz sowie das Wettberger Holz. Darüber hinaus gibt es hier vielfältige Einkaufsmöglichkeiten, auch durch verschiedene Wochenmärkte.

Der Bezirksrat Ricklingen hat 21 stimmberechtigte Mitglieder und vertritt die Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtbezirks. SPD und CDU haben jeweils 7 Sitze und die AfD hat 3 Sitze. Darüber hinaus haben noch die Einzelvertreterinnen und -vertreter von DIE LINKE, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und PIRATEN jeweils einen Sitz. Der Bezirksbürgermeister ist Andreas Markurth (SPD), sein Stellvertreter ist Michael Dette (Bündnis 90/Die Grünen). (Stand 11.2020)

Stadtteil Bornum

Der Stadtteil Bornum liegt im Nordwesten des Stadtbezirk und hat etwa 1.425 Einwohnerinnen und Einwohner. Bornum wurde das erste Mal 1130 urkundlich erwähnt und bestand lange Zeit aus 14 Höfen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Dorf nach und nach erweitert. Die Eingemeindung nach Hannover erfolgte 1920.

Im Westen des Stadtteils liegen ausschließlich Wohnhäuser. Im Osten des Stadtteils befindet sich ein großzügiges Gewerbegebiet. Hier liegen beispielsweise der Großmarkt Hannover sowie eine Brotfabrik der Harry-Brot GmbH. Außerdem gibt es hier eine Feuer- und Rettungswache sowie die Freiwillige Feuerwehr Bornum und Ricklingen.

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Stadtteil Mühlenberg

Der Stadtteil Mühlenberg liegt mittig im Westen des Stadtbezirks. Hier leben schätzungsweise 7.400 Menschen. Dieser Stadtteil liegt auf dem gleichnamigen Mühlenberg. In den 60er-Jahren wurden hier viele Reihenhäuser sowie vierstöckige Wohnhäuser gebaut, die – zu dieser Zeit unüblicherweise – mit großzügigen Grünflächen angelegt wurden. In den 70er-Jahren wurden darüber hinaus viele Hochhäuser gebaut.

In Mühlenberg gibt es einige Grünflächen, die zum Verweilen einladen. Darüber hinaus liegen hier eine Grundschule und eine Integrierte Gesamtschule, in dessen Räumlichkeiten sich die Stadtbibliothek, ein Jugendzentrum, ein Freizeitheim sowie eine großzügige Sportanlage befinden. Des Weiteren sind hier der Mühlenberger Sportverein e.V. sowie ein Golfplatz ansässig. Einkaufsmöglichkeiten bieten die Fußgängerzone sowie der Marktplatz. Das Stadtteil- und Freizeitzentrum Weiße Rose Mühlenberg wurde viele Jahre von AllerBest Catering Hannover bei Veranstaltungen bewirtet.

In diesem Stadtteil gibt es einige soziale Angebote, z.B. ein Nachbarschaftstreff samt Hausaufgabenhilfe und Mittagstisch. Darüber hinaus liegen in Mühlenberg zwei Standorte von E.ON.

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Stadtteil Oberricklingen

Der Stadtteil Oberricklingen liegt mittig im Stadtbezirk und bietet etwa 10.800 Einwohnerinnen und Einwohnern ein Zuhause. Die erste urkundliche Erwähnung ist aus dem Jahre 1200. Während der Industrialisierung entstand Oberricklingen in seiner heutigen Form als Wohngebiet für die Arbeiter aus Linden.

Die Hauptstraße Wallensteinstraße ist eine von nur fünf Straßen, die nach Oberricklingen führen. Im Süden und Westen des Stadtteils liegen viele Einfamilien- und Reihenhäuser auf großzügigen Grundstücken. Im Norden und Osten stehen hingegen überwiegend Mehrfamilienhäuser. In Oberricklingen gibt es eine Grundschule, eine Realschule sowie eine Förderschule. Darüber hinaus liegen hier eine evangelisch-lutherische sowie eine katholische Kirche. Des Weiteren haben hier die Finanzämter Hannover-Süd und Hannover-Land I ihren Sitz.

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Stadtteil Ricklingen

Der Stadtteil Ricklingen liegt im Osten des Stadtbezirks Ricklingen. Hier leben etwa 13.100 Menschen. Das erste Mal urkundlich erwähnt wurde Ricklingen zwischen 1185 und 1206. 1340 wurde die Edelhofkapelle von der Familie von Alten errichtet und bildete fortan das Zentrum des Ortes. Im 2. Weltkrieg wurde die Kapelle stark beschädigt, der Wiederaufbau erfolgte zwischen 1963 und 1966. Die Eingemeindung Ricklingens nach Hannover erfolgte 1920.

In Ricklingen lag der Werksflughafen der Hannoverschen Waggonfabrik, welcher von 1919 bis 1923 als erster ziviler Flughafen in Hannover diente. 1946 kam es zu einem Hochwasser der Leine und Ricklingen wurde überschwemmt. Daraufhin wurde ein Hochwasserschutzdeich errichtet, der 2013/2014 noch erweitert wurde und schon einige Male weitere Überschwemmungen verhindert hat.

In diesem Stadtteil lag das Gebäude des ehemaligen Unternehmens Telefunken, in dem 1962 der deutsche Elektrotechniker Walter Bruch das PAL-Farbfernsehsystem erfunden hat.

Der Schünemannplatz bildet das Zentrum des Stadtteils. Des Weiteren liegt hier das Freizeitheim Ricklingen, in dessen Räumlichkeiten auch die Stadtbibliothek sowie das Bürgeramt untergebracht sind. Das Freizeitheim ist eine Sitzungshochburg des hannoverschen Karnevals. Darüber hinaus gibt es in Ricklingen eine evangelisch-lutherische sowie eine katholische Kirche. Die Ricklinger Kiesteiche laden zum Verweilen ein und gehören zum Freizeitangebot Ricklingens. Darüber hinaus liegen hier zwei Rugbyvereine, die beide bereits mehrfach die Deutsche Meisterschaft für sich entscheiden konnten und zwei Fußballvereine, die Ende der 90er-Jahre in der Regionalliga gespielt haben.

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Stadtteil Wettbergen

Der Stadtteil Wettbergen liegt im Südwesten des Stadtbezirks Ricklingen und bietet rund 13.270 Menschen ein Zuhause. Wettbergen wurde 1055 das erste Mal urkundlich erwähnt. Die Eingemeindung nach Hannover fand 1974 statt. Die Bundesstraße Hamelner Chaussee führt einmal durch das Stadtteil und teilt den Stadtteil in zwei Teile.

Das Gebiet um den historischen Ortskern ist immer noch sehr ländlich geprägt. Das Wohngebiet “Wettbergen-West” wurde in den 80er- und 90er-Jahren errichtet und wurde überwiegend mit Reihen- und Einfamilienhäusern sowie vierstöckigen Mehrfamilienhäusern bebaut.

In Wettbergen gibt es zwei Grundschulen und drei Gesamtschulen. Darüber hinaus gibt es hier die Freiwillige Feuerwehr Wettbergen. Der TuS Wettbergen hat hier ebenfalls seinen Sitz.

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10. Stadtbezirk Linden | Limmer

In diesem Stadtbezirk liegen die Stadtteile Linden-Süd, Linden-Mitte, Linden-Nord und Limmer. Insgesamt leben hier etwa 45.416 Menschen. Der Stadtbezirk liegt mittig im Westen der Stadt Hannover. Er entstand aus Linden, einem im 11. Jahrhundert entstandenen Dorf und spätere Industriestadt und dem Dorf Limmer.

Heute ist Linden-Limmer ein vielfältiger und äußerst bunter Stadtbezirk. Hier gibt es verschiedene Vereine, mehrere Arbeitsgemeinschaften und eine Bürgerstiftung. Ein Großteil der hier lebenden Bürgerinnen und Bürger engagiert sich sehr für den Stadtbezirk, unter anderem werden zahlreiche Veranstaltungen wie Straßen- und Schützenfeste organisiert. Bei allen Entscheidungen und Projekten spielt in diesem Stadtteil die Integration aller Menschen eine wichtige Rolle.

Die Wochenmärkte auf dem Lindener Marktplatz und dem Pfarrlandplatz sind sehr beliebt und locken auch Menschen aus anderen Stadtteilen an. Auch die Einkaufsmöglichkeiten in der Limmerstraße und rund um den sogenannten “Schwarzen Bären” bieten viele Angebote. In Linden-Limmer gibt es viele historische Gebäude und Plätze, zum Beispiel den Lindener Bergfriedhof, die St.-Nikolaikirche, der Küchengartenpavillon sowie den Von-Alten-Garten und das alte Lindener Rathaus.

In Linden-Limmer stehen neben älteren Wohnhäusern auch moderne, zum Beispiel in den Wohnquartieren “Gilde-Carré” und “Ahrberg-Viertel”. Darüber hinaus ist der Stadtbezirk für seine vielseitigen gastronomischen Angebote bekannt.

Der Bezirksrat Linden-Limmer hat 21 stimmberechtigte Mitglieder und vertritt die Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtbezirks. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sind mit 7 Sitzen die stärkste Partei. Danach folgen die SPD mit 5 Sitzen, DIE LINKE mit 4 Sitzen und die CDU mit 2 Sitzen. Darüber hinaus haben die Einzelvertreterinnen und -vertreter von Die PARTEI, PIRATEN und FDP jeweils einen Sitz. Der Bezirksbürgermeister ist Rainer-Jörg Grube (Bündnis 90/Die Grünen), seine Stellvertreterin ist Gabriele Steingrube (CDU). (Stand 11.2020)

Stadtteil Linden-Süd

Der Stadtteil liegt im Süden des Stadtbezirks und hat etwa 10.150 Einwohnerinnen und Einwohner. Hier liegt das alte Rathaus, welches 1884 an der Deisterstraße erbaut wurde. Es handelt sich dabei um ein dreigeschossiges Gebäude aus roten Ziegelsteinen mit trapezförmigem Grundriss.

Die spanischstämmigen Einwohnerinnen und Einwohner der gesamten Region Hannover haben im Ahrbergviertel ihren Mittelpunkt. Hier haben die Straßen auch spanische Bezeichnungen, z.B. Plaza de Rosalia.

Die evangelisch-lutherische Erlöserkirche hat in Linden-Süd ihren Sitz. Darüber hinaus liegt hier das ehemalige Gelände der Hanomag, auf dem sich heute einige Einzelhändler und Bürogebäude befinden. In Linden-Süd gibt es das traditionsreiche Gymnasium Humboldtschule, welches das größte in Hannover ist. Außerdem liegt hier das Klinikum Mitte, welches aus dem ehemaligen Klinikum Siloah und dem Klinikum Oststadt entstand. Des Weiteren lag hier das Kaiser-Center, ein umgebautes zum Sportzentrum umgebautes Brauereigelände der ehemaligen Kaiser Brauerei. Hierfür ist momentan eine andere Nachnutzung geplant. Das Homefield der Hannover Grizzlies befindet sich auch hier.

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Stadtteil Linden-Mitte

Linden-Mitte liegt in der Mitte des Stadtbezirks. Hier leben rund 12.400 Menschen. Zentral in diesem Stadtteil liegt der Lindener Marktplatz, an dem sich das 1899 erbaute neue Rathaus befindet. Des Weiteren stehen hier das Geburtshaus der Philosophin Hannah Arendt und der Nachtwächterbrunnen. Außerdem findet hier jeden Dienstag und Samstag ein beliebter Wochenmarkt statt. An diesem Marktplatz findet man auch die ältesten Straßenlaternen in Hannover. Im neuen Rathaus befindet sich die Stadtteilbibliothek, die über eine außerordentlich großzügige Kinder- und Jugendbuchabteilung verfügt. Die hier stehenden Wohnhäuser stammen größtenteils aus der Gründerzeit.

Die Wohnhäuser am Lichtenbergplatz entstanden um die Jahrhundertwende und sollten vor allem repräsentativ wirken. Vom Stil her wurden die Häuser an die Weserrenaissance und die Barockzeit angelehnt. Die Fassaden aus roten Verblendziegeln sind mit verschiedenen Motiven verziert.

Die Ihme-Brücke von 1500 war lange die einzige Verbindung nach Hannover. 2008 bis 2013 wurde sie durch eine neue Brücke ersetzt. In Linden-Mitte gibt es ein Gymnasium und eine Integrierte Gesamtschule. Ebenfalls liegen hier die evangelisch-lutherische St.-Martins-Kirche, wobei es sich um die älteste Kirche in Linden handelt, und die katholische Kirche St. Godehard.

Anfang der 70er-Jahre wurde das Ihme-Zentrum erbaut, welches Einkaufsmöglichkeiten, Büros und Wohnraum enthielt. Das moderne Wohngebiet “Gilde-Carré” entstand auf dem ehemaligen Gelände der Lindener Aktien-Brauerei. Auf dem neugestalteten Platz Küchengarten findet das Lindener Schützenfest statt. Hier steht auch das Theater am Küchengarten (TAK). Außerdem hat in Linden-Mitte der Verein TSV Victoria Linden seine Sportanlagen.

Auf dem 89 Meter hohen Lindener Berg liegt die Volkssternwarte Hannover und der Jazz Club Hannover. Hier findet jedes Jahr das Scilla-Blütenfest statt. Seit 2014 liegt in Linden-Mitte das sogenannte Platzprojekt, ein Projekt zur experimentellen Stadtentwicklung. Dieses Projekt wird von der Bundesregierung gefördert.

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Stadtteil Linden-Nord

Der Stadtteil Linden-Nord liegt im Nordosten des Stadtbezirks. Hier leben etwa 16.600 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die Hauptverkehrsstraße in Linden-Nord ist die Limmerstraße, an der viele Restaurants und Einkaufsläden liegen. Hier liegt auch seit 1908 das Apollokino, das älteste noch aktive Kino in Norddeutschland. Der Gründer der Cinemaxx-Kinos Hans-Joachim-Flebbe startete in diesem Kino seine Karriere.

Das Kulturzentrum FAUST, in dem Allerbest Catering Hannover schon einige Veranstaltungen kulinarisch begleitet hat, liegt ebenfalls in diesem Stadtteil. Da Linden-Nord in der Nähe der Leibniz Universität und der Hochschule Hannover liegt, wohnen hier auch viele Studenten. Darüber hinaus liegt hier das 1961 errichtete Freizeitheim Linden welches kurzzeitig auch von AllerBest Catering bewirtet wurde. Die evangelisch-lutherischen Kirchen Bethlehemkirche und Gerhard-Uhlhorn-Kirche haben hier ebenso ihren Sitz wie die katholische St.-Benno-Kirche und eine Moschee.

Das Fährmannsfest sowie die Gemüseschlacht sind beliebte jährliche Veranstaltungen in Linden-Nord. Darüber hinaus wurde hier eine der ersten Fahrradstraßen in Hannover errichtet.

Das Heizkraftwerk Linden ist seit 1962 am Netz und läuft heute mit Erdgasfeuerung. Die drei markanten Schornsteine der Kesselhäuser werden auch “Die drei warmen Brüder” genannt.

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Stadtteil Limmer

Der Stadtteil Limmer liegt im Nordwesten des Stadtbezirks Linden-Limmer. Hier leben rund 6.300 Menschen. Der Name Limmer stammt vermutlich von der Burg Limmer aus dem Jahre 1189. Die St.-Nikolai-Kirche wurde erstmals im Jahre 1268 erwähnt und 1328 dem Kloster Marienwerder zugeordnet.

1730 wurde in Limmer Asphaltkalk entdeckt, der von 1843 bis 1925 durch Tiefbau abgebaut wurde. 1779 wurde vom Apotheker und Botaniker Jakob Friedrich Ehrhart eine Schwefelquelle gefunden. In der Folge entstand der Limmerbrunnen, der bis Anfang des 19. Jahrhundert ein Besuchermagnet war.

1808 kam es zu einem verheerenden Großbrand im dörflichen Limmer. Durch die Industrialisierung des nebenan liegenden Lindens wuchs auch die Bevölkerungszahl in Limmer. 1825 hatte Limmer noch 365 Einwohnerinnen und Einwohner, 1885 waren es bereits etwa 2307. 1899 wurde der Sitz der Hannoversche-Gummi-Kamm-Fabrik nach Limmer verlegt. Die Fabrik nahm anfangs eine Fläche von 60.000 Quadratmetern ein. Zum 50. Jubiläum wurde die Fabrik in Hannoversche Gummiwerke Excelsior umfirmiert. 1928 übernahmen die Continental Gummi-Werke den Betrieb. 1909 wurde Limmer in Linden eingemeindet. 1920 folgte die Eingemeindung nach Hannover.

In Limmer befand sich ein Außenlager des KZ-Neuengamme, in dem 1.000 Frauen zur Arbeit in den Continental Werken gezwungen wurden.

Die Sichel-Werke gehören zum Henkel-Konzern und sind der größte Arbeitgeber in Limmer. Darüber hinaus liegt hier die Wäscherei Stichweh, die 1853 in Hannover gegründet wurde. Die Schleuse Limmer ist die Verbindung des Lindener Hafens und des Stichkanals. In der Umgebung liegt das ehemalige Gelände eines Zweigwerkes der Continental AG, welches zu einem Wohngebiet (Wasserstadt) umgebaut werden soll.

In Limmer gibt es ein Gymnasium und das Freibad Volksbad Limmer sowie das Hallenfreibad Fössebad.

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11. Stadtbezirk Ahlem | Badenstedt | Davenstedt

In diesem Stadtbezirk liegen die Stadtteile Ahlem, Badenstedt und Davenstedt. Insgesamt leben hier schätzungsweise 34.132 Einwohnerinnen und Einwohner [Stand: 31.12.2019]. Dieser Stadtbezirk liegt ganz am westlichen Rand Hannovers. Die Hauptverbindungsstraßen zu den umliegenden Stadtteilen und der Hauptstadt Hannover sind die Wunstorfer Landstraße, die Badenstedter Straße und die Davenstedter Straße. In jedem der drei Stadtteile gibt es abwechslungsreiche Freizeitmöglichkeiten durch großzügige Grünbereiche, z.B. Willy-Spahn-Park, Parkanlage Benther Berg und das Wäldchen Ahlemer Holz. Darüber hinaus bieten die einzelnen Stadtplätze gut erreichbare Einkaufsmöglichkeiten.

Im gesamten Stadtbezirk liegen vier Grundschulen, die Integrierte Stadtteilschule Heisterbergschule und die IGS Badenstedt. Für die Kinder- und Jugendarbeit wurden verschiedene Einrichtungen und Jugendtreffs errichtet. Außerdem hat jeder Stadtteil seine eigene Freiwillige Feuerwehr gegründet und somit sind auch Kinder- und Jugendabteilungen entstanden. Des Weiteren gibt es verschiedene Begegnungsstätten für die Seniorinnen und Senioren im Stadtbezirk. Die Stadt- und Schulbibliothek Badenstedt sowie der Kulturtreff Plantage fördern das kulturelle Leben in den drei Stadtteilen. In Ahlem gibt es darüber hinaus ein eigenes Heimatmuseum.

Der Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt hat 19 stimmberechtigte Mitglieder und vertritt die Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtbezirks. Die SPD ist mit 6 Sitzen die stärkste Partei. Die zweitstärkste Partei ist die CDU mit 5 Sitzen. Danach kommen Bündnis 90/Die Grünen mit 3 Sitzen und AfD mit 2 Sitzen. Außerdem gibt es Einzelvertreterinnen und -vertreter der Parteien DIE LINKE, FDP und PIRATEN mit jeweils einem Sitz und einen parteilosen Einzelvertreter ebenfalls mit einem Sitz. Der Bezirksbürgermeister ist Rainer Göbel (SPD). Sein Stellvertreter ist Nils Reglitz (Bündnis 90/Die Grünen). (Stand 11.2020)

Stadtteil Ahlem

Ahlem befindet sich im Norden des Stadtbezirks. Hier sind rund 11.000 Menschen zu Hause. Seit 1966 hat Ahlem eine Städtepartnerschaft mit der französischen Gemeinde Petit-Couronne in der Normandie. Das Dorf Ahlem wurde das erste Mal 1272 urkundlich erwähnt. Die Bewohnerinnen und Bewohner lebten von der Landwirtschaft. Um 1730 wurde asphalthaltiges Gestein gefunden, welches allerdings erst gut 120 Jahre später wirtschaftlich genutzt werden konnte.

Während des zweiten Weltkrieges wurde auf dem Grundstück der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule Ahlem ein sogenanntes “Judenhaus” eingerichtet, in das 1941 mehr als 1000 Juden ziehen mussten. Ende 1944 wurde in Ahlem ein Außenlager des KZ-Neuengamme errichtet, das am 10. April 1945 befreit wurde. Das Gelände der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule Ahlem dient heute als Mahn- und Gedenkstätte.

In Ahlem gibt es eine Grundschule. Ein ehemaliges Schulzentrum wurde seit Ende 2014 als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Außerdem gibt es einen Stadtfriedhof, eine evangelisch-lutherische sowie eine katholische Kirche und einen thailändischen Tempel. Darüber hinaus liegen hier die Justus-von-Liebig-Schule für Floristik, Gartenbau und Landwirtschaft sowie der Fachbereich Milch- und Molkereiwirtschaft der Fachhochschule Hannover und das Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

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Stadtteil Badenstedt

Badenstedt befindet sich im Süden des Stadtbezirks. Hier leben rund 12.300 Einwohnerinnen und Einwohner. Durch die Nähe zu den großen Industriegebieten in Linden war Badenstedt ein klassisches Arbeitermilieu, weshalb sich dort auch heute noch viele Genossenschaftswohnungen befinden.

Es gibt zwei große Sportvereine in Badenstedt – den Turnverein Badenstedt (TVB) und den Badenstedter Sportclub (BSC). Darüber hinaus gibt es noch den Jugend SV, der 1968 aus dem TVB entstand. Im September 2001 wurde am Badenstedter Denkmal ein neuer Marktplatz erbaut, der seit 2010 auch über einen Brunnen verfügt. Der ehemalige Ortskern ist mit seinen einzelnen Fachwerkhäusern auch heute noch sehenswert.

In Badenstedt gibt es zwei Grundschulen. Das Schulzentrum Badenstedt beherbergte früher eine Volksschule sowie eine Haupt- und Realschule. Seit 2015 befindet sich hier nur noch die IGS Badenstedt, die Stadtteil-Bibliothek des Stadtbezirks sowie der Kulturtreff Plantage. Auf dem Gelände der ehemaligen Fuchswerke sind heute viele Werkstätten, Läden, Ateliers und Firmen ansässig. Im Badenstedter Gewerbegebiet liegt das Unternehmen Viscom, welches einer der größten Arbeitgeber in Badenstedt ist.

Darüber hinaus gibt es einen Stadtfriedhof, eine evangelisch-lutherische sowie eine katholische und eine neuapostolische Kirche. Außerdem befindet sich in Badenstedt der größte hinduistische Tempel Norddeutschlands.

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Stadtteil Davenstedt

Davenstedt befindet sich in der Mitte des Stadtbezirks. Hier sind rund 10.800 Menschen zu Hause. Davenstedt wurde das erste Mal 1022 urkundlich erwähnt, die Echtheit der von Kaiser Heinrich II. unterzeichneten Urkunde wird allerdings angezweifelt. Die zweite urkundliche Erwähnung aus dem Jahre 1280 ist allerdings gesichert. Im alten Ortskern liegt die St.-Johannes-Kapelle, die im Jahre 1790 erbaut wurde und zu einer der beiden erhaltenen Fachwerkkapellen in Hannover zählt. Der Davenstedter Markt ist mit seinen Einkaufsmöglichkeiten der zentrale Punkt im Ort.

1973 wurde das elfgeschössige Terrassenhochhaus erbaut, welches Richtung Westen abgetreppt ist. So wird eine gleichmäßige Besonnung der einzelnen Maisonette-Wohnungen ermöglicht. Dank der versetzten Anordnung sind die Wohnungen vor einer Einsichtnahme der Nachbarwohnungen geschützt. Das Terrassenhochhaus wird im Volksmund mit den Hängenden Gärten verglichen oder auch als Schlachtschiff betitelt.

In Davenstedt gibt es eine Grundschule und den Sportverein TuS Davenstedt.

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12. Stadtbezirk Herrenhausen | Stöcken

Im Stadtbezirk Herrenhausen-Stöcken liegen die Stadtteile Herrenhausen, Stöcken, Leinhausen, Ledeburg, Burg, Marienwerder und Nordhafen. Insgesamt leben hier etwa 37.322 Einwohnerinnen und Einwohner [Stand 31.12.2019]. Dieser Stadtbezirk liegt im Nordwesten der Stadt.

Der Bezirksrat Herrenhausen-Stöcken hat 18 stimmberechtigte Mitglieder und vertritt die Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtbezirks. Die SPD-Fraktion hat 7 Sitze, die CDU-Fraktion hat 5 Sitze und die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat 2 Sitze. Darüber hinaus gibt es noch Einzelvertreterinnen und -vertreter von den Parteien DIE LINKE, PIRATEN, FDP und ASH mit jeweils einem Sitz. Die Bezirksbürgermeisterin ist Regine Bittorf (SPD) und der stellvertretende Bezirksbürgermeister ist Bernd Janischowsky (DIE LINKE). (Stand 11.2020)

Stadtteil Herrenhausen

Dieser Stadtteil liegt im Süden des Stadtbezirks Herrenhausen-Stöcken und bietet etwa 8.460 Einwohnerinnen und Einwohnern ein Zuhause. Die erste urkundliche Erwähnung wird auf das Jahr 1216 datiert. Der Stadtteil wurde nach dem Schloss Herrenhausen benannt. Er wurde 1891 in Hannover eingemeindet. Hier befinden sich die weltweit bekannten Herrenhäuser Gärten mit dem Schloss Herrenhausen sowie dem Großen Garten, einem der bedeutendsten Barockgärten Europas, und dem Berggarten. In diesem befindet sich auch das Welfenmausoleum, in dem die Verstorbenen der hannoverschen Welfen begraben liegen.  Darüber hinaus liegt hier das SEA LIFE Hannover.

In Herrenhausen liegen mehrere Gebäude der Leibniz Universität, sodass der Stadtteil bei Studenten sehr beliebt ist. Seit 1868 hat die Brauerei Herrenhausen hier ihren Sitz. Einkaufsmöglichkeiten bietet der Herrenhäuser Markt, auf dem auch ein Wochenmarkt stattfindet. Darüber hinaus gibt es in diesem Stadtteil eine Grundschule sowie ein Gymnasium. Außerdem hat hier das Kirchenamt der Evangelischen Kirchen Deutschland seinen Sitz. Bei der Herrenhäuser Kirche handelt es sich um eine evangelisch-lutherische Einrichtung. Zusätzlich liegt hier das Gemeindezentrum, welches eine evangelisch-reformierte Kirchengemeinde beherbergt.

Die Wohngegenden sind vielfältig aufgebaut. Man findet hier viele Genossenschaftswohnungen, die in den 30er-Jahren erbaut wurden. Aber auch Bungalows, Studentenwohnheime sowie moderne Stadthäuser und Häuser aus der Gründerzeit.

Das Klärwerk Herrenhausen ist für die gesamte Stadt Hannover zuständig.

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Stadtteil Stöcken

Der Stadtteil Stöcken liegt im mittig im Westen des Stadtbezirks. Hier leben rund 13.000 Menschen. Stöcken wurde 1907 in Hannover eingemeindet und war bis in die 1900-Jahren sehr landwirtschaftlich. Eine Ausnahme bildete nur die Ziegelei, die hier seit 1890 stand. Mit dem Bau des Mittellandkanals sowie der Hafenanlage im benachbarten Stadtteil Nordhafen kamen immer mehr Industriebetriebe nach Stöcken. Unter anderem auch die Unternehmen Continental AG und Varta AG. Als im Jahre 1955 ein Werk der Volkswagen AG am Nordhafen eröffnet wurde, entstanden viele neue Wohnhäuser. Im Zuge dessen entstand auch der Stöckener Markt.

Im sogenannten Wohnviertel “Schwarze Heide” leben rund 1.500 Menschen, überwiegend Familien. Hier wird schon seit 1990 speziell für Familien gebaut. Durch Stöcken fließt außerdem der Mittellandkanal sowie die Leine. Überwiegend wurden hier drei- und vierstöckige Mehrfamilienhäuser gebaut, die von großen Grünflächen umsäumt werden. Der Stadtfriedhof Stöcken gehört zu den größten Friedhöfen in Hannover. Die evangelisch-lutherische Corvinuskirche wurde 2012 geschlossen, die katholische St.-Christophorus-Kirche 2019. Daher gibt es in Stöcken heute keine christlichen Kirchen mehr. Hier stehen jedoch zwei Moscheen, unter anderem die Sami-Moschee.

Der Bierbrauer Cord Broyhan lebte in Stöcken und erfand bereits 1526 ein helles Bier. Dieses obergärige Bier wurde nach ihm benannt und entwickelte sich schnell zu einer äußerst beliebten Exportware. Damals trank man dieses Bier gerne zusammen mit Branntwein. Hieraus entwickelte sich im späten 19. Jahrhundert die Lüttje Lage. Dieses Mischgetränk aus Bier und Schnaps war vor allem bei den “kleinen Leuten” sehr beliebt, da es sehr preiswert war. 1904 schrieb der hannoveraner Redakteur Fritz Thörner das Lüttje-Lagen-Lied. Heute trinkt man Lüttje Lage vor allem auf den Schützenfesten in der Region Hannover und dem Maschseefest.

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Stadtteil Leinhausen

Dieser Stadtteil liegt mittig im Stadtbezirk. Hier leben schätzungsweise 3.500 Menschen. Über die Hälfte dieses Stadtteils besteht aus Bahnanlagen, hier liegt beispielsweise ein großes Ausbesserungswerk, in dem die Züge der S-Bahn Hannover gewartet werden. Im Osten Leinhausens liegt ein Wohngebiet, das für die Beschäftigten der 1878 eröffneten “Königlich Preußischen Hauptwerkstätten Leinhausen” erbaut wurde. Aus diesem Wohngebiet heraus entstand der Stadtteil.

In Leinhausen stehen noch Häuser aus der Gründerzeit. Darüber hinaus stehen hier Mehrfamilienhäuser aus den 30er-Jahren. Einkaufsmöglichkeiten gibt es am Kasseler Platz. In Leinhausen gibt es eine katholische Kirche sowie eine Synagoge der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannovers.

In der Nähe des Bahnhofs Leinhausen steht das Kraftwerk Herrenhausen, das von Enercity den ehemaligen Stadtwerken betrieben wird. Hierbei handelt es sich um ein Heizkraftwerk. Von diesem Kraftwerk aus werden noch weitere Erzeugungsanlagen im Netzgebiet gesteuert, z.B. das Wasserkraftwerk Schneller Graben und die Windkraftanlage Kronsberg.

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Stadtteil Ledeburg

Der Stadtteil Ledeburg liegt nördlich von Leinhausen mittig im Stadtbezirk. Hier sind etwa 6.050 Einwohnerinnen und Einwohner zu Hause. Ledeburg ist in den 20er-Jahren entstanden und besteht hauptsächlich aus einer Wohnsiedlung mit Ein- und Mehrfamilienhäusern. Darüber hinaus gibt es hier mehrere Kleingärten. Im Süden des Stadtteils liegen Gewerbebetriebe sowie Sportanlagen. Es sind verschiedene Einkaufsmöglichkeiten vorhanden. Durch die S-Bahn-Station Ledeburg ist der Stadtteil mit der Innenstadt sowie mit dem Flughafen verbunden. Bis 1985 bestand hier das Unternehmen “Louis Eilers Stahlbau”, dessen Wasserturm heute ein denkmalgeschütztes Wahrzeichen des Stadtteils ist und mit dem Eilers Classic ein Mobilitätsmuseum beheimatet.

Seit 1878 steht in Ledeburg das Waldgasthaus Entenfang was heute über einen Biergarten und ein Hotel verfügt.

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Stadtteil Burg

In diesem Stadtteil leben rund 3.750 Menschen. Er liegt mittig im Osten des Stadtbezirks. Der Vinnhorster Weg ist die Hauptverkehrsstraße im Stadtteil Burg und teilt diesen in zwei Hälften. Der westliche Bereich besteht überwiegend aus Wohngebieten mit in den 30er-Jahren gebauten Ein- und Zweifamilienhäusern. Die Straßen der Wohngebiete wurden nach verschiedenen Orten im Harz benannt, daher nennt man es auch das “Harzer Viertel”. Des Weiteren steht hier die evangelisch-lutherische Zachäuskirche. Im Osten Burgs liegen weitläufige Kleingartenanlagen. Das Schulbiologiezentrum, die Freiluftschule Burg sowie eine Förderschule liegen ebenfalls hier.

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Stadtteil Marienwerder

Marienwerder liegt im Westen des Stadtbezirks. Hier leben etwa 2.450 Menschen. Der Name Marienwerder wurde vom Kloster Marienwerder übernommen, welches 1196 hier erbaut wurde. Bis heute sind die Klosteranlage samt Forst und Hinüberscher Garten erhalten geblieben. Der Garten wurde im Jahre 1766 angelegt und war damit einer der ersten englischen Parks in Deutschland.

Während des 2. Weltkrieges wurde in Marienwerder ein Außenlager des KZ Neuengamme errichtet. Etwa 1.800 Menschen wurden hier zur Arbeit in der Werken der AFA (später Varta Batterien, im Volksmund AKKU genannt, heute Johnson Controls) gezwungen. Heute steht auf dem Gelände ein Mahnmal für diese Menschen. In den 90er-Jahren entstand der “Wissenschaftspark Marienwerder” mit vielen unterschiedlichen Instituten, z.B. das Laser Zentrum Hannover. Die Institute arbeiten eng mit der Leibniz Universität zusammen.

Die Wohngebiete in Marienwerder bestehen überwiegend aus in den 60er-Jahren erbauten Gartenhofhäusern und mehrgeschossigen Mehrfamilienhäusern. Für Einkäufe bietet sich das neu errichtete Quartierszentrum “Große Pranke” mit seiner Fußgängerzone an. Darüber hinaus gibt es hier eine Grundschule. Des Weiteren lädt die Leineaue zur Erholung ein.

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Stadtteil Nordhafen

Dieser Stadtteil liegt nördlich vom Stadtteil Ledeburg und mittig im Norden des Stadtbezirks. Hier leben nur rund 81 Menschen, womit Nordhafen von der Einwohnerzahl her der kleinste Stadtteil Hannovers ist. Der Stadtteil wurde nach dem am Mittellandkanal ansässigen Nordhafen benannt. Dieser etwa 63 Hektar große Hafen ist ein bedeutender Umschlagplatz für den Schiffsverkehr.

Den Großteil des Stadtteils bildet der Wald Mecklenheide. Hier liegt auch das Gelände des Projekts “Kinderwald”. Seit dem Jahr 2000 wurden hier bereits 1.500 Bäume und Sträucher gepflanzt.

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13. Stadtbezirk Nord

In diesem Stadtbezirk liegen die Stadtteile Nordstadt, Hainholz, Vinnhorst und Brink-Hafen. Hier leben etwa 32.672 Einwohnerinnen und Einwohner [Stand 31.12.2019]. Der Stadtbezirk liegt im Norden Hannovers.

Der Bezirksrat Nord hat 19 stimmberechtigte Mitglieder und vertritt die Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtbezirks. Die SPD hat 6 Sitze inne und ist damit die stärkste Kraft. Danach folgen die CDU und Bündnis 90/Die Grünen mit jeweils 4 Sitzen. DIE LINKE hat 2 Sitze inne. Darüber hinaus gibt es noch drei Einzelvertreterinnen und -vertreter von DIE PARTEI, PIRATEN und FDP mit jeweils einem Sitz. Die Bezirksbürgermeisterin ist Edeltraut-Inge Geschke (SPD) und ihre Stellvertreterin ist Christine Deja (Bündnis 90/Die Grünen). (Stand 11.2020) 

Stadtteil Nordstadt

Die Nordstadt befindet sich im Süden des Stadtbezirks Nord. Hier leben rund 18.000 Menschen. Die Einwohnerstruktur ist in der Nordstadt sehr vielfältig – man trifft hier junge Familien, Alteingesessene und Studenten aus den unterschiedlichsten Nationen. Im Westen der Nordstadt liegt die Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover. Im Osten liegen einladende Wohnviertel und zahlreiche Restaurants, Bars und Straßencafés laden zum Verweilen ein. Einkaufsmöglichkeiten findet man entlang des Engelbosteler Damms. Darüber hinaus gibt es hier große Parkanlagen, z.B. den Georgen- sowie den Welfengarten. Ebenfalls in der Nordstadt befindet sich das Klinikum Nordstadt, welches von 1891-1895 im sogenannten Pavillonstil erbaut wurde und damit ein zu der Zeit sehr modernes Krankenhaus war. Heute ist es eines der größten in der Region. Darüber hinaus gibt es in der Nordstadt mehrere Moscheen.

Die Nordstadt entwickelte sich aus der sogenannten “Steintor-Gartengemeinde”. Die Anfänge des Stadtteils kann man heute noch um den Alten Jüdischen Friedhof herum erkennen. Dieser ist einer der ältesten jüdischen Friedhöfe im Norden Deutschlands. 1742 entstand hier das Unternehmen “Königlich-privilegierte Wachstuchmacherey vor dem Steinthore” – Hannovers ältester Industriebetrieb. Des Weiteren steht in der Nähe des Friedhofs in der Straße Am Judenkirchhof 11c auch das letzte noch erhaltene Gartenhaus aus dieser Zeit. Bis 2010 war hier die Iranische Bibliothek Hannover untergebracht. Danach wurde es an eine Privatperson verkauft. 1859-1864 wurde die evangelisch-lutherische Christuskirche erbaut. Die katholische St.-Marien-Kirche wurde von 1885-1890 errichtet.

Das Welfenschloss wurde 1857-1866 als Amtssitz für König Georg V. von Hannover erbaut. Durch die Annexion durch Preußen konnten die Bauarbeiten jedoch nicht beendet werden. Ab 1879 diente das Schloss nach einem umfangreichen Umbau als Hauptsitz der Technischen Hochschule. Auf dem Vorplatz des Schlosses steht heute das sogenannte Niedersachsenross –  welches die Vorlage für das niedersächsische Wappen ist.

Da die Bevölkerungszahl bis zum 1. Weltkrieg stark anstieg, wurde zur Unterbringung der Menschen auf Blockbau gesetzt. Im 2. Weltkrieg wurde vor allem der östliche Teil der Nordstadt stark beschädigt, da in der näheren Umgebung der Hauptgüterbahnhof Hannover und auch der Sitz des Unternehmens Continental AG (damals ein reiner Reifenhersteller) lagen.

In den 70er-Jahren kam es zu einem wirtschaftlichen Abstieg in der Nordstadt, woraufhin viele der ansässigen Unternehmen schließen mussten und die Zahl der Arbeitslosen stark anstieg. Davon unbeeindruckt blieb lediglich die Universität – 1972 wurde der Bau des Hochhauses an der Appelstraße abgeschlossen und die Institute der Fachrichtungen “Bauingenieurwesen” und “Elektrotechnik” konnten ihren neuen Standort beziehen. Der Hauptgüterbahnhof wurde 1997 endgültig geschlossen – die Hallen wurden umgebaut und sind heute Sitz von Lebensmittelgroßhändlern und beherbergen verschiedene Sporteinrichtungen.

Im Zentrum der Nordstadt wird ein Konzept zur Verkehrsberuhigung umgesetzt.

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Stadtteil Hainholz

Der Stadtteil Hainholz liegt in der Mitte des Stadtbezirks und bietet rund 7.400 Einwohnerinnen und Einwohnern ein Zuhause. Hainholz wurde 1425 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 1891 wurde Hainholz in die Stadt Hannover eingemeindet. 1864 wurde das Unternehmen VSM Vereinigte Schmirgel- und Maschinen-Fabriken gegründet. Es ist bis heute das wichtigste Industrieunternehmen in Hainholz. In den 20er-Jahren entstanden hier unzählige Mehrfamilienhäuser. Bereits damals galt Hainholz als “vernachlässigt”. Dieses Gefühl ist bis heute noch bei einigen Einwohnerinnen und Einwohnern vorhanden. Von 1933 bis 1940 war hier der Sitz des Senders Hannover-Hainholz. Die Hauptverkehrsstraße ist die Schulenburger Landstraße. Hier sind auch verschiedene Unternehmen ansässig.

Im Norden des Stadtteils liegt die Justizvollzugsanstalt Hannover, die mit rund 1.000 Plätzen das größte Gefängnis in Niedersachsen ist. Des Weiteren ist hier der Rugbyverein VfV Hannover-Hainholz ansässig, der schon zweimal deutscher Meister war. Am Hainhölzer Markt liegt das Kulturhaus Hainholz, welches Einkaufsmöglichkeiten sowie Freizeitangebote bietet.

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Stadtteil Vinnhorst

Vinnhorst liegt im Nordwesten des Stadtbezirks Nord und hat rund 7.040 Einwohnerinnen und Einwohner. Dieser Stadtteil entstand aus zwei Bauernhöfen, die im 12. Jahrhundert das erste Mal urkundliche Erwähnung fanden. Rund um diese Höfe siedelten sich kleine Handwerksbetriebe an und es entstand nach und nach eine kleine Gemeinde. 1900 zog das Unternehmen J.H. Benecke nach Vinnhorst, wodurch Vinnhorst weiter wuchs. Unter anderem entstand durch die Erbauung des Kurhauses Mecklenheide eine erste Siedlung außerhalb. 1974 wurde Vinnhorst in Hannover eingemeindet.

Des Weiteren gibt es in Vinnhorst mehrere Sportvereine, z.B. den TuS Vinnhorst, den TTC Vinnhorst, den Schützenverein Vinnhorst und den Vinnhorster Tennisverein. Seit 1902 ist hier ebenfalls die Freiwillige Feuerwehr ansässig. Außerdem liegen hier eine evangelisch-lutherische sowie eine katholische Kirche und eine Moschee.

Durch Vinnhorst fließt der Mittellandkanal und bietet ein beliebtes Naherholungsgebiet in diesem Stadtteil. Darüber hinaus führt der Wander- und Fahrradweg “Grüner Ring” durch Vinnhorst und bringt so Jung und Alt bis zum Mecklenheider Forst. Nicht umsonst heißt es hier “In Vinnhorst im Norden lebt man schön und geborgen”.

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Stadtteil Brink-Hafen

Brink-Hafen liegt im Nordosten des Stadtbezirks. Hier leben nur rund 177 Menschen, sodass dieser Stadtteil von der Einwohnerzahl der zweitkleinste in Hannover ist. Dieser Stadtteil wurde nach dem sogenannten Brinker Hafen, einem Binnenhafen am Mittellandkanal, benannt. Der Stadtteil besteht zum Großteil aus dem Hafengelände und weiteren Gewerbeflächen. Die Unternehmen Ricoh sowie die Kone Corporation und die SEH Engineering GmbH sind hier ansässig.

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